85 Tage ohne Arlan

Azotey: 85 Tage nach der Entführung von Arlan Fick haben die Sicherheitsorgane noch immer keine Daten über seinen Verbleib. Seine Familie wartet verzweifelt auf die Rückkehr ihres Sohnes.

Der Alptraum der Familie Fick-Bremm hört nicht auf. Es sind 85 Tage vergangen seit der Nacht am 2. April, als eine Gruppe der kriminellen, selbsternannten, paraguayischen Volksarmee (EEP) die Siloanlage der Familie Fick in Azotey (Departement Concepcion) überfielen. Die Verbrecher erzwangen sich Einlass in das Haus der Familie und befahlen den jüngsten Sohn Arlan seine Sachen zu packen und mit ihnen zu kommen.

Die offizielle Version der Regierung lautet, dass zwei Mitglieder der EPP bei dem Versuch Lebensmittel zu besorgen getötet wurden, der Rest flüchtete und benutzte Arlan bei dieser Flucht als menschliches Schutzschild.

Die Familie Fick gab an, sie wusste von Anfang an, dass es sich bei diesem Überfall um eine Entführung handelte. Die Verbrecher forderten 500.000 US-Dollar welches durch eine Schwester von Arlan übergeben werden sollte. Die Familie Fick erfüllte diese Bedingung. Eine Woche später, das Lösegeld war bezahlt, erhielten sie den Auftrag Lebensmittel im Wert von 50.000 US-Dollar in verschiedenen Siedlungen zu verteilen. Dieses sollte eine Strafe sein. Auch diese Forderung wurde erfüllt. Auch drei Monate nach der Entführung wird ihr Sohn noch vermisst.

Damit verstößt die Gruppe gegen ihre eignen Richtlinien. Einmal einen Vertrag geschlossen, muss man kassieren. Man muss hart sein, möglichst versuchen alles auf einmal kassieren. Wer dieses erfüllt, hat das Anrecht auf Erfüllung des Vertrages. Kein zurück… versteht das… dieses und mehr steht in den Richtlinien für Entführungen (Auszüge), die man gefunden hat.

In allen Entführungsfällen (außer Cecilia Cubas) sind alle Opfer im Durchschnitt fünf Tage nach der Lösegeldzahlung freigelassen worden.

Warum ist Arlan die Ausnahme? 85 Tage nach der Entführung informieren Quellen der „Gemeinsamen Einsatzkräfte“(FTC), dass sie keine konkreten Daten über das Verbleiben von Alan besitzen. Man habe Gespräche aufgenommen in denen die Rede von weiteren Entführungen war. Doch keine hat wirklich stattgefunden. Vertreter verschiedener Behörden äußern sich, dass je mehr Zeit vergeht, die Wahrscheinlichkeit Alan lebend wieder zubekommen kleiner wird. Im Norden des Landes herrscht aber immer noch die Hoffnung Alan lebend zu finden. Einzelne Daten, Gerüchte, aber nichts genaues. Die Kontrollen werden weiter durchgeführt ohne relevante Ergebnisse.

Bis heute wartet der Vater von Arlan, Don Alcido Fick, jeden Tag, den Blick auf den Horizont gerichtet, dass sein Sohn gesund nach Hause kommt als ob er es nie verlassen hätte.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “85 Tage ohne Arlan

  1. Hätte man vielleicht besser Söldner bezahlt welche den Spuck ein Ende bereiten und alles niedermähen lassen ohne Rücksicht /wer meiner Familie was tun würde müsste damit rechnen das alle welche nur Einwenig damit zu tun haben ausgerottet werden

    1. @Carioca
      Wenn ein Innenminister Sr. de Vargas nicht einmal weiß wieviel seiner Untergebenen wo eingesetzt sind, dann ist es doch logisch, das so ein Unwissenderauch alles andere nicht weiß oder gar in den Griff bekommt.

      Es ist Schade um den Jungen,
      aber es zeigt allen deutlich das die EPP für Verbrecher steht, die ihr Wort nicht halten.

      Vielleicht wird man in Zukunft in de Lage sein, Lösegeldzahlungen komplett zu verhindern um den Verbrechern die Basis zu entziehen.

  2. Dieses ist von den Politkn. so gewollt.Sonst gibt es kein Geld mehr, was mann stehlen kann .So traurig wie es fuer die Familien ist ich hoffe er kommt gesund wieder nach Hause.

  3. so traurig es sich für mich zeigt,denke ich daß möglicherweise Arlan nicht mehr
    am leben ist.
    ich führe zwei möglichkeiten an,-erstens-,es gelang ihm zu fliehen,und er kam
    auf der flucht zu tode,oder er wurde gezwungen der EPP als mitglied zu
    argieren.wie sich in der vergangenheit zeigte,wurden alle entführten mit
    ihren familien in kontakt gebracht!
    warum dies bisher nicht geschehen ist lässt auch erahnen daß es in dieser
    entführung zu problemen kam,die nunmehr wenig hoffnung eines glücklichen
    ausgangs gibt.
    zweitens -ist er als faustpfand derer solange in ihren händen,um weiteres
    lösegeld aus dieser gepeinigten familie zu erpressen.
    daß es nicht möglich ist aus dem dunstkreis dieser grausamen bande
    eine stimme gibt die endlich diesen armen jungen die möglichkeit gibt
    sich mit seiner familie in verbindung zu setzen,ist unmenschlich.
    gäbe es sich endlich ,einen hoffnungsschimmer für diese von andauernder
    gepeinigter angsterfüllter familie zu zeigen.
    mit aufrichtiger anteilnahme denke ich an die angehörigen ,und meinen
    wunsch daß dies einen glücklichen ausgang beschieden ist.

    mit Grüssen
    Penicillin

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