Erst Unfallflucht und dann sich dumm stellen

Asunción: Als Ever Díaz am vergangenen Freitag zu seinem Auto ging um auf Arbeit zu fahren, sah er einen Schaden im vorderen Bereich des Fahrzeuges. Groß war die Überraschung, als er Zugang zu Bildern der Überwachungskameras bekam.

Denn darauf war zu sehen, dass ein Patrouillenfahrzeug der Nationalpolizei sein Fahrzeug beim Rückwärtsfahren rammte und dann sang und klanglos davon fuhr. Der Tatbestand der Unfallflucht lag vor.

Als Díaz am 21. Polizeirevier ankam, zu welchem der Geländewagen gehörte, der am Heck Schäden aufwies, wollte er eine Anzeige machen. Dabei erklärte ihm der Kommissariatsleiter, dass sie keine Versicherung hätten, die dafür aufkommt. Einen Wartungsvertrag mit dem Repräsentant Automotor S.A. haben sie übrigens auch nicht. Dennoch bekam er die Telefonnummern der Uniformierten, die es vermutlich vergaßen mitzuteilen, dass sei einen Unfall gebaut hatten.

„Man fühlt sich betrogen bei so viel Unverantwortlichkeit. Die Kommandantur bittet die Bevölkerung um Vertrauen. Doch solche Vorkommnisse sind nicht hinnehmbar“, sagte Diaz.

Der Schaden an seinem Auto umfasst ungefähr 3.000.000 Guaranies und bisher zeigte keiner Einsicht oder Zahlungsbereitschaft, weswegen der Fall nun an die Staatsanwaltschaft geht, damit die Polizei eine Abfindung in Höhe des Schadens zahlt.

Wochenblatt / Twitter

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3 Kommentare zu “Erst Unfallflucht und dann sich dumm stellen

  1. Na na na! Und dazu noch mit einem defekten Fahrlicht.. Wahrscheinlich ist das Geld für die Versicherung in irgendeiner Tasche verschwunden.
    Polizisten sind auch nur Ganoven in Uniform. Hier, genauso wie in Deutschland.

  2. Fahrzeuge des oeffentlichen Dienstes sind auch in der BRD nicht Haftpflichtversichert. Wem in der BRD das gleiche passiert hat oftmals auch wenig Chancen an sein Geld zu kommen. Der oftmals einzige Weg ist in der BRD direkt den Fahrer privat zu verklagen, da es dort im Gegensatz zu Staaten keine Staatshaftung gibt.