Asunción: Ein überstrapazierter Staatshaushalt, zu viele staatliche Funktionäre und eine teilweise schwache Administration der aktuellen Regierung lassen den Schluss zu, dass die kommende Regierung nicht viel Handlungsspielraum mit den Finanzen haben wird. Um dem entgegenzusetzen, machte Horacio Cartes klar, auch die Flughäfen zu konzessioneren.
Dieses Thema war 2010 in aller Munde als Ex Präsident Fernando Lugo einen Antrag darauf mit Dringlichkeit ins Parlament einreichte und nach dem beide Kammern dafür stimmten, stimmte er auf Druck der Flughafenangestellten selbst wieder dagegen.
Ähnliche Maßnahmen sind erneut zu erwarten, wenn an dem Plan festgehalten werden sollte.
Bevor jedoch dies nach uruguayischen oder argentinischem Modell umgesetzt werden kann, muss eine Unstimmigkeit mit dem Grundstücks Titel gelöst werden, erklärte der zukünftige Staatschef gestern bei einem Treffen vor 140 Personen in der spanisch-paraguayischen Handelskammer.
„Es gibt ein Unternehmen welches als Konzessionär Flughäfen leitet. Ich möchte keine Namen nennen. Dieses übergab mir ein Buch, auf dessen Vorderseite ein Bild des alten Flughafens von Montevideo abgebildet war und auf der Rückseite eines vom neuen. Und jedes Mal wenn jemand dieses Buch in den Händen hält höre ich wie sehr solch ein Projekt in Paraguay gewünscht wird“, kommentierte Cartes.
Er fügte hinzu, dass zuerst die Sache mit dem Titel geklärt sein müsste, da es drei Eigentümer zu geben scheint. Ein Teil gehört der Stadt Luque und ein anderes einem Ex Finanzminister. Dies muss erst gelöst werden, bevor ernsthaft das Projekt in Angriff genommen werden kann.
(Wochenblatt / Abc)









