Encarnación: Ein Vorfall von mutmaßlicher physischer und verbaler Gewalt gegen einen Mitarbeiter des Gesundheitswesens in der Notaufnahme hat die Debatte über sichere Arbeitsbedingungen für medizinisches Personal erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.
Der Direktor der siebten Gesundheitsregion, Dr. Jorge Ayala, und der Direktor des Regionalkrankenhauses in Encarnación, Dr. Eleno Arévalos, äußerten sich zu den Details des Vorfalls und der institutionellen Reaktion. Den Behörden zufolge ereignete sich der Angriff an einem Tag mit extrem hohem Patientenaufkommen. Sie erinnerten in diesem Zusammenhang daran, dass das verwendete Klassifizierungssystem – bekannt als RAC (Recepción, Acogida y Clasificación) – Prioritäten nach der Schwere der Erkrankung setzt und nicht nach der Reihenfolge der Ankunft.
Der betroffene Arzt wurde während seines Dienstes von einem Angehörigen eines Patienten angegriffen. Der Vorfall umfasste körperliche Gewalt, verbale Beleidigungen und diskriminierende Äußerungen, woraufhin sofort interne Protokolle aktiviert wurden. Der Fall ist durch Protokollbücher, Aussagen der Beteiligten und Zeugenberichte dokumentiert. Neben internen administrativen Verfahren wurden auch private rechtliche Schritte durch das Opfer eingeleitet.
Die Ärzte Ayala und Arévalos betonten, dass das Triage-System dazu dient, das Überleben der kritischsten Fälle zu sichern, was zwangsläufig Wartezeiten für weniger dringende Patienten bedeutet. „Dies ist ein Mechanismus, der das Leben priorisiert“, unterstrichen sie. Abschließend riefen die Behörden die Bürger dazu auf, die Komplexität der Notaufnahme zu verstehen und dem Personal mit Respekt zu begegnen. Gewalt gegen Ärzte und Pfleger werde nicht toleriert.
Wochenblatt / Mas Encarnación














