Kurz vor dem Zusammenbruch: Katholische Schulen in Paraguay in der Krise

Asunción: Die Besorgnis über die Lage des Bildungswesens, insbesondere der katholischen Erziehung, war eines der zentralen Themen der paraguayischen Bischöfe während der 247. Ordentlichen Generalversammlung der Paraguayischen Bischofskonferenz (CEP), die vom 2. bis 6. März stattfand.

„Wir haben auch über ein Thema gesprochen, das uns sehr beschäftigt: Die Bildung, insbesondere die katholische Bildung, die uns betrifft. An der Basis herrscht das Gefühl vor, in die Enge getrieben zu werden und an Unterstützung sowie Mitteln zu verlieren. Es bedarf jetzt einer echten Aktion, um zu klären, wo wir stehen, und um Situationen zu retten, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen“, erklärte der Präsident der CEP, Pierre Jubinville.

Der Bischof betonte, dass die Versammlung durch die erweiterte Teilnahme verschiedener Sektoren der Kirche besonders intensiv war. Der pastorale Austausch ermöglichte es, die kirchliche und soziale Realität des Landes zu bewerten.

Verschobener Ad-limina-Besuch im Vatikan

Während des Treffens wurde auch die Vorbereitung des Besuchs der paraguayischen Bischöfe im Vatikan besprochen, der ursprünglich für Oktober geplant war, aber verschoben werden musste. „Wir wollten diesen Oktober als gesamte Bischofskonferenz nach Rom reisen. Der Termin wurde abgesagt, weil der Papst genau in der Woche verreist, in der wir kommen wollten“, so Jubinville.

Der CEP-Präsident erklärte, dass dieser Besuch nicht nur aus individuellen Treffen mit dem Pontifex bestehen soll, sondern einen breiteren Prozess kirchlicher Reflexion widerspiegeln müsse.

„Wie schaffen wir es, dass der Besuch nicht nur daraus besteht, dass jeder Bischof nach Rom fährt und den Papst interviewt? Es soll eine Bewegung der Bischofskonferenz und eine synodale Bewegung sein“, gab er an.

Gemeinsame Vision für den Papstbesuch

In diesem Rahmen planen die Bischöfe zudem pastorale Treffen nach Regionen sowie einen nationalen Tag, um über die Mission der Kirche nachzudenken. „Wir sprechen darüber, auf regionaler Ebene unsere Wahrnehmungen über die Kirche und die Gesellschaft zu teilen… und auch einen nationalen Tag abzuhalten, um uns bewusst zu werden, in welchem kirchlichen Moment wir uns befinden und was wir dem Papst und den Dikasterien mitteilen werden“, schloss Jubinville.

Während der Versammlung widmeten die Bischöfe auch der Reflexion über den Hirtenbrief zum “Jahr des Gemeinwohls“ Zeit und analysierten, wie diese Werte in der nationalen Realität weiter gefördert werden können.

Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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