Asunción: Die jüngsten Reibereien mit dem Kongress sollen den Leiter des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MEF), Carlos Fernández Valdovinos, dazu bewogen haben, sein Ausscheiden aus dem Kabinett von Santiago Peña zu beschleunigen. Nicht ohne jedoch Lea Giménez für seinen Posten zu empfehlen, die fast zwei Jahre nach ihrem Rücktritt zurückkehren würde, um die Fiskalreformen der Regierung zu übernehmen.
Dies ist die wichtigste personelle Veränderung, die innerhalb des Kabinetts für die kommenden Tage Form annimmt. Lea würde dabei eng von Andrea Picaso begleitet werden, der Vizeministerin für Humankapital und Organisationsmanagement im MEF, die als Vermittlerin zu den Lehrergewerkschaften in den Verhandlungen zur Rentenkasse fungiert.
Kritik an Valdovinos
Hugo Meza griff Valdovinos scharf an: „Das Scheitern der Reform der Caja Fiscal trägt seinen Namen.“ Valdovinos war eine zentrale Figur im Prozess zur Festigung der wirtschaftlichen Stabilität gegenüber internationalen Organisationen, was dem Land zwei Investment-Grade-Ratings einbrachte. Sein geringes Interesse an nationalen Themen – die er meist an seine Vizeminister delegierte – und das Hin und Her mit den Abgeordneten bezüglich der Rentenreform sollen ihn jedoch dazu bewogen haben, sich aus dem öffentlichen Dienst zurückzuziehen.
Weitere Wechsel im MITIC
Eine weitere Neuerung im Kabinett könnte die Ernennung von Mariano Mercado sein, dem derzeitigen Pressechef der ANR (Colorado-Partei) und Mitglied des engsten Vertrauenskreises von Ex-Präsident Horacio Cartes. Er könnte das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologie (MITIC) von Gustavo Villate übernehmen.
Villates Amtszeit war von Licht und Schatten geprägt; er wurde von verschiedenen Ministern für mangelnde Ergebnisse bei der Darstellung der Regierungsprogramme kritisiert. Hinzu kommt das kommunikative Versagen der Präsidentschaft an verschiedenen Konfliktfronten.
Anzeichen für den Wechsel
In Bezug auf die Änderungen im Wirtschaftsministerium mehren sich die Anzeichen: Die ehemalige Stabschefin Lea Giménez ist bereits im Land und wurde von Präsident Peña zu einem Gespräch vorgeladen, ebenso wie ihre potenzielle rechte Hand, Picaso.
Wochenblatt / LPO















