Asunción: Der legendäre Ex-Stürmer der Albirroja, Miguel “Peque“ Benítez, hat die aktuelle Situation der paraguayischen Nationalmannschaft unter Trainer Gustavo Alfaro analysiert.
Mit einer Botschaft voller Optimismus versicherte Benítez, dass Paraguay über eine Generation von Spielern verfügt, die auf höchstem Niveau konkurrieren kann. Er hob dabei die Disziplin des neuen Trainerstabs sowie die enorme Kaderbreite hervor.
Paraguay mit “zwei wettbewerbsfähigen Teams“
Für Miguel Benítez ist es der Nationalmannschaft gelungen, eine Gruppe von Spielern zu festigen, die das nötige Niveau für die Herausforderungen einer Weltmeisterschaft besitzt. Laut „Peque“ ist Paraguay derzeit in der Lage, gleich zwei wettbewerbsfähige Mannschaften aufzustellen. Dies sei entscheidend, um den Leistungsträgern Pausen zu gönnen und die Intensität in einem Turnier mit extremem körperlichem Verschleiß hochzuhalten.
„Ich glaube, dass Paraguay im Moment genug Potenzial für zwei Teams hat und dass wir um den Titel mitkämpfen können. Alles hängt von der Mentalität der Spieler ab“, erklärte der Ex-Profi. Er betonte, dass der Trainer über “sehr gute Spieler“ verfüge, die ihm bei der Erstellung des endgültigen Kaders ein “positives Luxusproblem“ bescheren werden.
Der “Alfaro-Effekt“: Disziplin und Ergebnisse
Ein Schlüsselfaktor für das Wiedererstarken der Albirroja ist laut Benítez das Management von Alfaro. Der ehemalige WM-Teilnehmer betonte, dass es dem argentinischen Trainer gelungen sei, Disziplin und Ordnung zu etablieren – Elemente, die seiner Meinung nach im Team dringend notwendig waren.
Benítez hob hervor, dass die Spieler die Botschaft des Trainers schnell verinnerlicht haben, was sich unmittelbar in Ergebnissen auf dem Platz widerspiegelte. Als Beispiele nannte er die starken Leistungen gegen Weltmächte wie Brasilien und Argentinien. „Die Spieler verstehen Alfaros Botschaft und setzen sie um“, erklärte er und lobte die taktische Finesse des Trainers, je nach Gegner zwischen Pressing und defensiver Kompaktheit zu variieren.
Neue Gesichter und die europäische Herausforderung
Im Gespräch ging es auch um potenzielle Neuzugänge. Benítez bewertete das Interesse von Spielern wie Gastón Olveira und Mauricio (Palmeiras), für Paraguay aufzulaufen, als positiv, da dies den internen Konkurrenzkampf fördere.
Mit Blick auf die WM-Vorbereitung betonte “Peque“ abschließend die Notwendigkeit, sich mit europäischen Spitzenmächten wie Italien, Deutschland oder Spanien zu messen. Zwar schätzte er die kommenden Freundschaftsspiele gegen Gegner wie Marokko als wertvoll ein, bestand aber darauf, dass das Verlassen der “Komfortzone“ des südamerikanischen Fußballs fundamental sei, um das wahre Niveau des Teams vor dem großen Turnier zu kalibrieren.
„Nach langer Zeit werden wir wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei sein. Das ist großartig für unser Land und für die Jugend“, schloss der Ex-Nationalspieler stolz.
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