Asunción: Lange Wartezeiten auf Busse bleiben im Ballungsraum Asunción eine Konstante. In einigen Gebieten haben die Nutzer jedoch gar keine Transportmöglichkeit mehr, weil Linien komplett eingestellt wurden und sie improvisieren müssen, um nach Hause zu kommen.
Die Fahrgäste fordern dringend eine Lösung, da sie es leid sind, teilweise über eine Stunde auf einen Bus zu warten – eine Problematik, die sich in allen Städten des Departaments Central wiederholt.
Édgar Oliva betont, dass für viele Bürger der Zeitverlust an der Haltestelle das Ermüdendste ist: „Die Leute sind nicht müde von der Arbeit oder davon, 12 bis 13 Stunden am Tag zu schuften. Was müde macht, ist rauszugehen und sich wegen des Transports zu stressen… eine Stunde Wartezeit… dann kommt einer und man kann nicht einsteigen, weil er überfüllt ist, oder der Fahrer fährt einfach vorbei, weil er keine Lust hatte anzuhalten.“
Immer früher raus, immer später heim
Ein weiterer Aspekt ist, dass die Bürger immer früher das Haus verlassen müssen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. „Es ist eine Schande. Man muss um 04:00 Uhr morgens aufstehen, um pünktlich zu sein, und auf dem Rückweg passiert das Gleiche. Bitte, seht die Not des Volkes! Man kann nicht so viel für Fahrtkosten ausgeben, zumal das Gehalt ohnehin nicht reicht und die Grundnahrungsmittel teurer geworden sind“, kommentierte Nilda Ferreira.
Besonders verzweifelt ist die Lage in Mariano Roque Alonso, vor allem nachts. Fahrgäste berichten, dass sie über 50 Minuten auf die Linie 44 warten müssen.
Abgeschnitten: Das Viertel Barcequillo ohne Anbindung
Anwohner des Viertels Barcequillo in San Lorenzo beklagten in den sozialen Netzwerken, dass sie seit über einem Monat praktisch ohne öffentlichen Nahverkehr dastehen, nachdem die Einheiten der Linie 133 verschwunden sind. Dies erschwert den Alltag von Arbeitern und Studenten massiv.
„Die Linie 133 ist Geschichte, opá (es ist vorbei)“, schrieb Esteban Benítez in den sozialen Netzwerken. Viele Bewohner sind nun auf die Linie 96 oder interne Zubringer angewiesen, die jedoch nur sehr begrenzt verkehren. Rosa Coronel erklärte, sie brauche dringend die alte Route der 133, um zur Arbeit zu kommen.
Die Beschwerden sind nicht neu. Bereits letztes Jahr demonstrierten Anwohner gemeinsam mit der Fahrgastorganisation Opama, um Lösungen für den Busmangel und den schlechten Zustand der Fahrzeuge zu fordern. Das Vizeministerium für Verkehr (VMT) wurde aufgefordert, neue Lizenzen zu vergeben, doch seit einer Woche sind viele Bürger gezwungen, auf teure Fahrdienstleister wie Bolt umzusteigen.
Die Bürger fordern nun vom VMT strikte Kontrollen der Routen und eine sofortige Lösung des Problems.
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