Pionierin der Lüfte: Die erste indigene Fallschirmjägerin Paraguays

Asunción: Jazmín Balbuena (21), eine junge Frau aus der indigenen Gemeinschaft der Yshir Chamacoco (Puerto Diana, Distrikt Bahía Negra, Alto Paraguay), sprach mit Reportern über ihren beeindruckenden Weg. Sie ist die erste indigene Frau in den Reihen der paraguayischen Luftwaffe – und obendrein die erste Fallschirmjägerin.

„Ich ließ alles in meiner Gemeinschaft zurück, stieg in den Bus in Richtung eines neuen Lebens und sagte mir, dass ich irgendwann mit meiner Traumkarriere in der Tasche zurückkehren würde. Und genau so kam es. Jetzt bin ich Gott und meiner Familie unendlich dankbar für all die Unterstützung“, beginnt Balbuena ihre Erzählung.

Die mutige junge Frau berichtete, dass sie zuvor als Kindermädchen gearbeitet hatte, um ihre Ausgaben zu finanzieren. Aufgrund ihrer Herkunft aus einer indigenen Gemeinschaft erhielt sie bei der Aufnahme in die Luftwaffe eine gewisse Unterstützung: „Ich habe die psychotechnischen, physischen und alle anderen Prüfungen abgelegt, aber der theoretische Teil wurde mir erlassen. Ich wurde in der Kaserne hervorragend behandelt, gerade weil ich die erste indigene Frau war, die diesen Weg einschlug“, gesteht sie.

Der Sprung in die Tiefe

Balbuena beschrieb auch ihre erste Erfahrung beim Fallschirmspringen: „Es war eine sehr schwierige Erfahrung. Ich musste mich enorm anstrengen, um mein Ziel zu erreichen. Es kostete viel physische und psychische Kraft, die Angst vor dem Absprung zu überwinden. Am Anfang hatte ich schreckliche Angst, aber ich wollte all die Opfer, die ich bereits gebracht hatte, nicht umsonst gewesen sein lassen. Also fasste ich Mut.“

Zum Abschluss gibt sie eine Botschaft an andere weiter: „Wenn ich in diesem Prozess eines gelernt habe, dann dass Träume nicht durch Zufall wahr werden. Sie werden durch Disziplin, Werte und die feste Überzeugung aufgebaut, dass wir fähig sind, uns jeden Tag selbst zu übertreffen. Wenn meine Geschichte als Inspiration dienen kann, damit heute jemand einen Schritt weiter auf seine Träume zugeht, dann war die ganze Mühe noch viel mehr wert.“

Wochenblatt / Cronica

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