Asunción: Luis Guillermo Esquivel Ugarte, Direktor der Nationalen Strafanstalt von Tacumbú, wurde am Sonntag in seinem Haus in Asunción leblos aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft untersucht die Umstände des Vorfalls.
Esquivel Ugarte wurde von seiner Frau leblos im Schlafzimmer der Wohnung gefunden, in der sie im Stadtteil Sajonia in Asunción wohnten. Alles ereignete sich am Sonntagmorgen. Nach der Schilderung der Ehefrau gegenüber den Ermittlern hörte sie einen Schuss, ging nachsehen, was los war, und fand ihren Mann auf dem Boden liegend vor.
„Ich wurde von seiner Partnerin gegen 8:00 Uhr morgens informiert, es war ein Notruf. Sie hörte einen Schuss, eilte ins Schlafzimmer und fand ihn verletzt vor. Anscheinend lebte er noch“, sagte Peña.
Er fügte hinzu, dass der Fall bereits in den Händen der Staatsanwaltschaft liege, die die Umstände des Vorfalls aufklären werde.
„Aus den Aussagen seiner Partnerin lässt sich schließen, dass er sich das Leben genommen haben könnte, aber das muss die Staatsanwaltschaft noch feststellen. Wir warten darauf. Es ist äußerst traurig. Er war einer der herausragenden Beamten des Justizministeriums“, erklärte er.
Das Justizministerium bedauerte den Tod des Beamten, „der sich jahrelang mit engagiertem, verantwortungsbewusstem und untadeligem Dienst im Strafvollzugssystem verdient gemacht hat“. Ebenso hoben sie sein Engagement und seine Dienstbereitschaft hervor.
„In dieser Zeit tiefer Trauer spricht das Justizministerium seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen sein aufrichtiges Beileid aus und steht ihnen in dieser schwierigen Situation solidarisch zur Seite“, schlossen sie in ihrer auf X veröffentlichten Erklärung.
Esquivel Ugarte wurde zusammen mit 21 weiteren Wärtern in einem der Trakte des Gefängnisses festgehalten. Der damalige Direktor fungierte als Sprecher der Wärter und übermittelte zudem die Forderungen des Rotela-Clans inmitten eines der zahlreichen Konflikte, die sich in Tacumbú ereigneten.
Wochenblatt / Abc Color















