Eigentümerin von Wurstfabrik nach Tod von Arbeitern angeklagt

San Lorenzo: Die Staatsanwaltschaft hat die Präsidentin des Unternehmens Novex S.A. (bekannt unter der Marke Ochsi) im Fall der Explosion in ihrer Fabrik in San Lorenzo angeklagt. Bei dem Vorfall kam es zu einem Ammoniak-Leck, das den Tod von vier Mitarbeitern zur Folge hatte. Ebenfalls angeklagt wurde die Person, die das Gas befüllt hat.

Die Staatsanwältin von Fernando de la Mora, Carmen Bogado, erhob Anklage wegen mutmaßlicher fahrlässiger Tötungund des Aussetzens von Personen an gefährliche Arbeitsstätten gegen das Unternehmen Novex S.A. (Ochsi). Hintergrund ist die Explosion und das anschließende Ammoniak-Leck in der Fabrik in San Lorenzo im Februar 2024, bei der vier Arbeiter ums Leben kamen.

Zudem wurde der gesetzliche Vertreter des Unternehmens, das die Gasbefüllung des Zylinders mit der Kennung „UC 2702“ durchgeführt haben soll, wegen mutmaßlicher vorsätzlicher Tötung angeklagt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft verfügte der Behälter offenbar über keine Druckentlastungsvorrichtung (Sicherheitsventil) und wies mangelhafte strukturelle Bedingungen auf. Diese waren durch Instabilität sowie eine Anfälligkeit für Brüche, Verformungen und Materialermüdung gekennzeichnet.

Das Unglück ereignete sich am 7. Februar 2024 zwischen 16:30 und 17:00 Uhr in der Fabrik an den Straßen 14 de Mayo und General Caballero in San Lorenzo. Laut Staatsanwaltschaft führte ein Überdruck in dem genannten Zylinder zum Bersten des Behälters, wodurch sich gasförmiges Ammoniak schlagartig ausbreitete.

„Durch das Einatmen des freigesetzten giftigen Gases wurden 30 am Einsatzort anwesende Mitarbeiter verletzt und vier Personen getötet, die ebenfalls als Arbeiter im Unternehmen tätig waren“, hieß es weiter.

Staatsanwältin Bogado hegt den Verdacht, dass ein fahrlässiges Verhalten vorlag, da die Befüllung eines Zylinders angeordnet wurde, der nicht die erforderlichen Sicherheitsbedingungen für das Gas erfüllte. Dabei wurden notwendige Kontroll- und Präventionsmaßnahmen unterlassen, was letztlich zu den vier Todesfällen führte.

Wochenblatt / Última Hora

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