Zweiter Todesfall durch Ammoniakleck in der Ochsi-Wurstfabrik

San Lorenzo: Der Patient, der durch eine Explosion von einem Ammoniak Verbrennungen an 80 % seines Körpers erlitt, ist am Sonntag gestorben, bestätigte Carlos Morínigo, Leiter des IPS-Gesundheitsdienstes. Bisher sind zwei Menschen bei der Tragödie ums Leben gekommen.

Nelson Vera (41) starb am Sonntagmittag an den Folgen der Explosion eines Tanks, die sich am vergangenen Mittwoch ereignete. Dies bestätigte Carlos Morínigo, Gesundheitsmanager des Instituts für soziale Sicherheit (IPS).

Der Ochsi-Arbeiter wurde auf die Intensivstation des IPS-Zentralkrankenhauses eingeliefert, nachdem er von der Explosion betroffen war, bei der 80 % seines Körpers verbrannt wurden.

Morínigo sagte, die Verbrennungen hätten seine Lunge geschädigt, was zu einem Atemstillstand geführt habe, der schließlich sein Leben beendet habe. “Er war der kritischste Patient. Er kämpfte bis zur letzten Sekunde um sein Leben”, sagte er.

Der IPS-Manager sagte, dass die 14 anderen betroffenen Personen, die sich auf der Intensivstation befinden, “prognostisch stabil sind und sich erholen”. Dies ist das zweite Todesopfer der Explosion in der Ochsi-Fabrik, nachdem Gustavo Notario (25), ein Angestellter des Unternehmens, letzte Woche gestorben war.

Das Unternehmen Ochsi gab ebenfalls eine Erklärung ab, in der es über den Tod seines Mitarbeiters informierte und seiner Familie sein Beileid aussprach. Das Unternehmen hofft, bald über die Ursachen der Explosion berichten zu können, bei der fast 40 Personen betroffen waren und bisher zwei Tote zu beklagen sind.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Zweiter Todesfall durch Ammoniakleck in der Ochsi-Wurstfabrik

  1. Explosionsgefahren / Gefährliche
    Reaktionen
    Ammoniak-Gas ist leichter als Luft und bildet mit Luft
    explosionsfähige Atmosphäre.
    Bei Vorhandensein von Zündquellen, z.B. heiße Oberflächen, offene Flammen, mechanisch erzeugte Funken,
    elektrische Geräte, elektrostatische Aufladungen und Blitzschlag, ist mit erhöhter Explosionsgefahr zu rechnen.
    Reagiert mit starken Oxidationsmitteln unter heftiger
    Wärmeentwicklung.
    Reagiert mit Säuren unter heftiger Wärmeentwicklung.
    Reagiert unter heftiger Wärmeentwicklung z.B. mit Acetaldehyd, Acrolein, Halogenen und ihren Verbindungen,
    Schwefelverbindungen, Stickoxiden und Ethylenoxid.
    Bei unkontrollierter Reaktion besteht Explosionsgefahr.
    Bildet bei Kontakt mit Gold, Silber, Quecksilber und
    einigen ihrer Verbindungen stoßempfindliche Salze
    Explosionsgefahr.
    Reagiert unter Bildung brennbarer Gase oder Dämpfe
    z.B. mit Salpetersäure, Chlor und Phosphoroxiden.
    Zersetzt sich bei Erhitzen/Verbrennen in gefährliche Gase
    (z.B. Wasserstoff).
    Greift folgende Werkstoffe an: Aluminium, Kupfer, Zink,
    Nickel und deren Legierungen.
    Zitat:
    “Die Chemikalie NH4NO3 ist auch unter anderen Namen bekannt, etwa Ammonsalpeter oder salpetersaures Ammonium. Pharmazeuten ist sicher auch der lateinische Name Ammonium nitricum ein Begriff. Eingesetzt wird es in der Düngemittel- und in der Sprengstoffindustrie. Die Verwendung ist in Deutschland aber streng geregelt und fällt unter das Sprengstoffgesetz. Wegen seiner Gefährlichkeit darf es in Düngemitteln nur noch gemischt mit anderen Substanzen, zum Beispiel Kalk, verwendet werden.
    In der Geschichte hat es immer wieder Unfälle im Umgang mit der Substanz gegeben, zum Beispiel vor fast 100 Jahren, als im September 1921 bei einer Explosion des Oppauer Ammoniakwerkes bei BASF in Ludwigshafen mehr als 500 Menschen ums Leben kamen.
    Im Zusammenhang mit der Explosion in Beirut wird nun über eine mögliche falsche Lagerung gesprochen. Die Fakten sind zurzeit noch unklar. Tatsächlich sind besondere Umstände erforderlich, damit Ammoniumnitrat explodiert. Eine Möglichkeit ist schnelles externes Erhitzen auf hohe Temperaturen. Aber auch eine andere Eigenschaft des Salzes kann peu a peu zum Knall führen: Von Ammoniumnitrat sind fünf verschiedene polymorphe Kristallformen bekannt. Ein Phasenübergang liegt bei etwa 32 °C, das heißt in etwa bei Raumtemperatur. Da sich die polymorphen Kristalle in ihren Eigenschaften unterscheiden, kann es beim Übergang von einer in eine andere Form zur Wärmefreisetzung kommen. Wenn genügend Ammoniumnitrat vorhanden ist und nebeneinander gelagert wird, kann so ausreichend Wärme entstehen, um Feuer zu fangen und das Feuer am Laufen zu halten, ohne dass ein externer Katalysator dabei erforderlich ist.

    Bei Temperaturen ab 300 °C zerfällt Ammoniumnitrat in Wasser, Stickstoff – und Sauerstoff. Letzteren braucht das Feuer, um größer zu werden. Gleichzeitig schmilzt die Chemikalie und hindert die sich bildenden Gase daran, auszutreten. Sie expandieren und lösen dann, wenn sie schlagartig freigesetzt werden, eine große Explosion aus. Für Lagerung und Umgang mit Ammoniumnitrat gelten daher strenge Vorschriften.”
    Das Datenblatt von Ammoniak als Gas sagt folgendes:
    Brand- und Explosionsschutz
    Die folgenden Maßnahmen zur Dichtheit der Anlage,
    Inertisierung und Zoneneinteilung treffen nur für die
    Verwendung im Betrieb (nicht im Laboratorium) zu.
    Es ist sicherzustellen, dass die Anlage technisch dicht ist.
    Kann dies nicht dauerhaft gewährleistet werden, sind weitere Maßnahmen erforderlich, z.B. technische Lüftung,
    Gasmess- und -warngeräte.
    Störungs- und Alarmsignale müssen automatisch weitergeleitet und Notfunktionen ausgelöst werden.
    Ggf. Anlagenkomponenten inertisieren.
    Arbeitsbereich abgrenzen! Verbotszeichen P003 “Keine
    offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen
    verboten” und Warnzeichen D-W021 “Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre” anbringen!
    Von Zündquellen fern halten, nicht rauchen, offene
    Flammen vermeiden.
    Schlagfunken und Reibfunken vermeiden.
    Arbeiten mit Zündgefahr (z.B. Feuerarbeiten,
    Heißarbeiten, Schweißen) nur mit schriftlicher Erlaubnis
    ausführen.
    Bei Lagerbehältern im Freien Schutz gegen mögliche
    Brandlasten, z.B. durch Schutzabstand, Schutzwand,
    Erddeckung, Brandschutzdämmung oder -isolierung,
    Wasserberieselung oder Wasserbeflutung sicherstellen.

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  2. Divine Step (Conspectu Mortis)

    Nachdem die Ochsi Substitute in der ersten Tagen in der Kritik standen, sich am hiesig edukativen Basura-TV mehr für ihre Würste als ihre verletzten (Ex-)Mitarbeiter zu interessieren, habens nun ihre Hausaufgaben nun abe schnell gemacht. Wirkt sicher echt die Äußerungen des Bedauern mit aufgesetztem Daniela Lager und Susanne Ville Gesichtern. Soll dat jetzt heissen, dat se von nun an bei jedem Todesfall Äußerungen des Bedauern mit aufgesetztem Daniela Lager und Susanne Ville Gesichtern anbringen? Ja. Das ist schlau und professionell. Könnte von mir sein.

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