Pedro Juan Caballero: In einem Dickicht nahe der Hauptstadt von Amambay wurde die Leiche eines Mannes entdeckt. Neben dem Toten ließen die Täter eine Nachricht mit der Aufschrift “Nicht stehlen“ zurück. Dies deutet auf die Beteiligung einer Gruppierung hin, die für brutale Selbstjustiz bekannt ist.
Beamte der örtlichen Polizeistation fanden den leblosen Körper im Stadtteil General Genes, nachdem sie einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten hatten. Das Opfer, dessen Identität noch nicht geklärt werden konnte, lag in einem Gebiet mit dichtem Bewuchs.
Nach ersten Berichten wies der Mann multiple Verletzungen und deutliche Anzeichen von Gewaltanwendung auf. Die Ermittler gaben zudem an, dass die Füße des Opfers gefesselt waren – ein klares Indiz für eine Tat mit Hinrichtungscharakter.
Die Rückkehr der “Justicieros“?
Besonderes Augenmerk legten die Einsatzkräfte auf einen Zettel, der direkt bei der Leiche platziert worden war. Die Botschaft lautete: “Nicht stehlen J.D.F. – wir holen uns noch mehr“. Dieser Hinweis lässt die Ermittler vermuten, dass die berüchtigte Gruppe “Justicieros de la Frontera“ (Rächer der Grenze) wieder aktiv ist und sich mit dieser Nachricht zu der Tat bekennt.
Der Fall liegt nun in den Händen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft. Die Priorität liegt derzeit auf der Identifizierung des Opfers und der Klärung der Hintergründe. Es wird untersucht, ob der Mann in kriminelle Aktivitäten in der Grenzregion verwickelt war. Die Behörden haben die Suche nach den Tätern intensiviert, während die Sorge in der Bevölkerung vor einer neuen Welle der Gewalt wächst.
Wochenblatt / El Nacional















