Bio-Gold aus Paraguay: Rekordernte und neue Spezialitäten aus dem Urwald

Asunción: Die paraguayische Yerba Mate beginnt sich ihren Weg weit über den traditionellen Tereré und Mate hinaus zu bahnen. Im Atlantischen Regenwald (Bosque Atlántico) treiben Produzenten und Organisationen neue Formen der gastronomischen Nutzung dieses emblematischen Blattes voran.

Durch die Herstellung von Kuchen, Lebensmitteln und essbaren Produkten soll der nationalen Produktion ein Mehrwert verliehen werden, ohne das natürliche Ökosystem zu beeinträchtigen.

Diese Neuigkeit wurde von Óscar Rodas, Direktor für Klimawandel und Politik bei WWF Paraguay, in einem Interview hervorgehoben. Er erklärte, dass die im Atlantikwald auf natürliche und biologische Weise produzierte Yerba Mate als Basis für gastronomische Innovationen dient, die sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten Wachstumspotenzial haben.

Zu den auffälligsten Vorschlägen gehört die Herstellung von Yerba-Mate-Kuchen und anderen Lebensmitteln, die aus essbarem Blattpulver entwickelt wurden. Diese Initiative verbindet Innovation mit Umweltschutz und wirtschaftlichen Chancen für ländliche Gemeinschaften. Laut Rodas begannen diese Erfahrungen bereits vor Jahren durch Landfrauen im Departement Alto Paraná, die kulinarische Alternativen im Zusammenhang mit der nachhaltigen Produktion von Yerba Mate im heimischen Wald förderten.

Der Experte wies zudem darauf hin, dass in diesem Jahr eine neue Bio-Ernte begonnen hat, für die ein Rekordvolumen erwartet wird. Dies stellt eine große Chance dar, Produkte mit hoher Wertschöpfung weiter auszubauen. Ein weiterer Höhepunkt: Die essbare paraguayische Yerba Mate wird demnächst bei der ersten Weltmeisterschaft der Yerba Mate Anfang Juni in Buenos Aires präsentiert, wo paraguayische Profis mit innovativen Vorschlägen antreten werden.

Das Modell der nachhaltigen Produktion ermöglicht es, Einkommen für lokale Gemeinschaften zu generieren, während gleichzeitig der Regenwald bewahrt wird. Rodas betonte abschließend, dass Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen können: „Die Natur ist viel mehr wert, wenn wir sie schützen.“

Wochenblatt / La Nación

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