Asunción: Der Strafrichter José Agustín Delmás erklärte, dass häusliche Gewalt weiterhin die am häufigsten auftretende Straftat im paraguayischen Justizsystem ist. Dies spiegelt ein anhaltendes Problem wider, das nach wie vor zu den Hauptursachen für Verfahren vor Gericht gehört.
Nach Angaben des Magistrats folgen auf die Fälle von häuslicher Gewalt die Akten wegen schweren Diebstahls und anschließend Verfahren im Zusammenhang mit Unterhaltspflichten.
„Häusliche Gewalt, schwerer Diebstahl und Unterhaltspflichten, genau in dieser Reihenfolge“, führte er in einem Interview mit dem Radiosender 1020 AM aus, als er sich auf die Straftaten und Fälle bezog, die am häufigsten in das Justizsystem eingehen.
Delmás wies zudem darauf hin, dass die Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt konstant hoch sei. Er merkte an, dass allein in diesem Bereich im Durchschnitt zwischen fünf und sechs Fälle pro Monat registriert werden, während die Zahlen bei schwerem Diebstahl auf einem ähnlichen Niveau liegen.
Der Richter gab zu bedenken, dass dieses Panorama nicht nur die Auswirkungen von Unsicherheit und innerfamiliären Konflikten verdeutlicht, sondern auch die sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die letztendlich zu wiederkehrenden Gerichtsverfahren führen.
Wochenblatt / El Nacional















