Nueva Italia: In einem Ortsteil außerhalb der Stadt wurde eine Frau ermordet; ihre Leiche wurde in einem Dickicht entdeckt. Die Polizei nahm ihren Partner als Hauptverdächtigen fest, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf einen Femizid.
Die Nationalpolizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln im Fall des Mordes an einer 31-jährigen Frau namens María Celeste Segovia Colmán. Sie wurde am späten Dienstagabend leblos und mit Kokospalmenblättern bedeckt in einem Gebüsch in der Gemeinde Ita Yvate’i in der Stadt Nueva Italia aufgefunden.
Der Körper des Opfers wurde ausgerechnet von der Mutter des mutmaßlichen Täters entdeckt. Sie meldete den Fund der örtlichen Polizeistation und gab an, dass sie in die Gegend gekommen war, weil eines ihrer Rinder weggelaufen war.
Die Verstorbene wies eine Stich- und Schnittwunde im Halsbereich auf, wie die Staatsanwältin Viviana Llano am Vorabend in ersten Berichten mitteilte. „Es handelte sich um eine relativ große Wunde von etwa 5 bis 8 Zentimetern“, sagte sie.
Partner des Opfers festgenommen
Die Beamten der Abteilung für die Ermittlung strafbarer Handlungen der Polizei nahmen in den frühen Morgenstunden dieses Mittwochs den 19-jährigen Facundo Mauricio Balbuena Villasboa als Hauptverdächtigen des Mordes fest. Nach Angaben der Einsatzkräfte stand der 12 Jahre jüngere Mann zudem bereits unter Hausarrest wegen versuchten Totschlags. Er soll die tat bereits einem Freund gestanden haben. Zudem wurde in seinem Besitz ein in Alto Paraná gestohlenes Motorrad gefunden.
Femizid als Haupthypothese
Bereits am Mittwochmorgen erklärte die Staatsanwältin Llano, dass die Ermittler als Haupthypothese von einem Femizid ausgehen und der festgenommene junge Mann der Hauptverdächtige sei. Den Ermittlungen zufolge hatte das Paar am Dienstag Kontakt und geriet in einen Streit – offenbar wegen einer mutmaßlichen Schwangerschaft, wie Zeugen den Ermittlern berichteten, so Llano.
María Celeste arbeitete von Montag bis Freitag in Nueva Italia, wo sie einen älteren Mann pflegte, erklärte die Staatsanwältin. „Sie ging kurz weg und ließ ihre Kinder bei dem älteren Mann zurück, kehrte aber nicht mehr zurück. Die Mutter des mutmaßlichen Täters informierte dann die Polizei über den leblosen Körper. Die Frau besitzt Kühe und suchte nach ihnen; es ist eine extrem unwirtliche, dunkle und bewaldete Gegend, die man nicht leicht betreten kann“, erklärte die Beamtin.
Die Ermittler vermuten, dass der Mord an der Frau direkt vor Ort geschah, da nur wenige Meter von der Leiche entfernt ein Taschenmesser gefunden wurde. Zudem wäre es wohl sehr schwierig gewesen, einen Körper in dieses schwer zugängliche Gebiet zu transportieren.
Die Autopsie wird an diesem Mittwoch durchgeführt, um weitere Details zu klären und unter anderem herauszufinden, ob die Frau tatsächlich schwanger war.
Die zwei Kinder der Frau sind nun Waisen. Sie waren bei dem älteren Mann geblieben, den die Mutter betreute. Onkel und Tanten haben zugesagt, sich um die Kinder zu kümmern. Die Staatsanwältin wird den Fall an das Ministerium für Kinder und Jugendliche übergeben, um das Sorgerecht zu regeln. Bislang ist die Identität des biologischen Vaters der beiden Kinder unbekannt.
Wochenblatt / Última Hora















