Vom Luxus-Posten hinter Gittern: Justiz schickt korruptes Ehepaar wegen Pandemie-Abzocke ins Gefängnis

Asunción: Die skandalöse Überfakturierung von 360 Millionen Guaranies beim Kauf von Tonic Water, das Petropar während der Pandemie für seine Mitarbeiter mit dem Argument erwarb, das Produkt schütze vor Covid-19, hat endlich ein rechtskräftiges Ende: Die Verurteilung gegen Patricia Samudio, die ehemalige Präsidentin des staatlichen Ölunternehmens, und ihren Ehemann als Komplizen ist rechtskräftig.

Die Haftstrafe von 4 Jahren Gefängnis für die ehemalige Petropar-Chefin Patricia Samudio wegen Untreue sowie von 3 Jahren und 9 Monaten für ihren Ehemann José Perdomo (der in dem Fall auch als Anwalt fungierte) ist rechtskräftig, nachdem sie vor zwei Jahren verkündet worden war.

Dies geschah, nachdem die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs die außerordentliche Kassationsbeschwerde der Verteidigung gegen das Urteil abgewiesen hatte. Die Richter Manuel Dejesús Ramírez Candia, María Carolina Llanes Ocampos und Luis María Benítez Riera bildeten die zuständige Kammer.

Der Fall geht auf die Regierung von Mario Abdo Benítez im April 2020 zurück, als die damalige Petropar-Präsidentin Patricia Samudio Tonic Water mit einer illegalen Preisaufschlüsselung (Überfakturierung) von 359.700.000 Guaranies kaufte.

Damals rechtfertigte Samudio den Kauf wie folgt: „Das Thema mit dem Coronavirus gerät so langsam außer Kontrolle … Tonic Water hat eine Eigenschaft namens Chinin, welches das Hydroxychloroquin ist, und es hieß, wenn man das trinkt, hätte man eine gewisse Immunität.“

Die Staatsanwälte Silvio Corbeta, Luz Guerrero und Francisco Cabrera untersuchten den Fall und bewiesen den dreisten Raub. Dieser wiegt umso schwerer, da er mitten in der Pandemie stattfand – zu einer Zeit, als die Regierung die Bevölkerung zu Lockdowns zwang, was zu Massenarbeitslosigkeit und dem Zusammenbruch verschiedener Wirtschaftszweige führte.

Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv

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