Luque: Ab diesem Sonntag werden auf der Autobahn Silvio Pettirossi temporäre Umleitungen eingerichtet, um die Pfeiler für das zukünftige Kehrschleifen-Viadukt des Corredor Vial Las Residentas zu montieren. Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) hat Details dazu bekannt gegeben, wie das Überführungsbauwerk bei Tape Tuja aussehen wird.
Die Verdoppelung der Fahrspuren auf der Avenida General Elizardo Aquino, besser bekannt als Tape Tuja, die nun den Namen Corredor Vial Las Residentas trägt, schreitet mit dem Bau des zukünftigen Viadukts im Bereich des Ñu-Guasu-Parks voran.
Ab dem morgigen Sonntag, dem 7. Juni, beginnt die Montage der Pfeiler für das zukünftige Bauwerk. Die Arbeiten sollen noch am selben Tag abgeschlossen werden. Daher sind temporäre Umleitungen auf der Avenida Silvio Pettirossi geplant, sofern das Wetter mitspielt.
Während des Arbeitstages sollen sechs vorgefertigte Pfeiler aufgestellt werden, die Teil der Viaduktstruktur sein werden: Drei werden auf dem Mittelstreifen der Avenida Silvio Pettirossi errichtet und drei weitere an einem der Fahrbahnränder. Zudem werden 11 weitere Fertigteilpfeiler auf dem Gelände des Luftwaffenstützpunkts Ñu Guasu montiert.
Wie wird das Viadukt funktionieren?
Das MOPC teilte mit, dass es sich bei dem geplanten Viadukt im Bereich Las Residentas um ein erhöhtes, einseitig gerichtetes Bauwerk mit zwei Fahrspuren handeln wird. Seine Aufgabe ist es, den Verkehr in Richtung Luque–Asunciónzu lenken. Es ermöglicht Fahrern, die auf der Avenida General Elizardo Aquino (Tape Tuja) unterwegs sind, eine erhöhte Kehrtwende (U-Turn), um sich anschließend auf der Autobahn Silvio Pettirossi in Richtung der Hauptstadt einzuordnen.
Das neue Viadukt wird die bisherige ebenerdige Kreuzung zwischen dem Corredor Vial Las Residentas und der Autobahn Silvio Pettirossi ersetzen – einen der Verkehrsknotenpunkte mit dem höchsten Aufkommen im Großraum der Hauptstadt.
Nach der Freigabe wird die Struktur es den Fahrzeugen ermöglichen, über eine kreuzungsfreie Ebene auf das „Superviaducto“ und in die Stadt Asunción zu gelangen, ohne den Hauptfluss der Autobahn zu behindern.

„Funktionell arbeitet die Struktur wie ein erhöhter U-Turn. Dadurch entstehen zwei zusätzliche Fahrspuren im Abfahrts- und Einfädelungsbereich der Autobahn, was den Verkehrsfluss und die Sicherheit an diesem Knotenpunkt erheblich verbessert“, so das Ministerium.
Zudem gab die Behörde bekannt, dass das Bauwerk aus einem Viadukt mit acht Abschnitten von unterschiedlicher Länge bestehen wird. Es wird aus Fertigteilen und einer 25 Zentimeter dicken Fahrbahnplatte aus Stahlbeton gefertigt, die vor Ort mithilfe von Fertigteilplatten (die bereits die Hauptbewehrung enthalten) gegossen wird.
Was die Fundamente betrifft, so besitzen beide Widerlager eine Tiefgründung mit Pfählen von 120 Zentimetern Durchmesser, während die Zwischenpfeiler über Tiefgründungen mit 150-Zentimeter-Pfählen verfügen.
Finanzierung durch Itaipú und Vergabe außerhalb des Ausschreibungsgesetzes
Das Projekt wird von Itaipú Binacional finanziert und von der Firma Benito Roggio e Hijos S.A. (vertreten durch Óscar Franco) unter der Aufsicht des MOPC ausgeführt. Die Baumaßnahme umfasst die Erweiterung der Fahrbahnen, den Bau von Abwasserkanälen und Regenwasserdrainagen, neue Brücken, Gehwege, Bushaltestellen sowie die Straßenbeschilderung.
Die Investition beläuft sich auf 133.573.887.295 Guaraní (ca. 16,5 Millionen Euro). Allerdings gibt es keinen Zugang zu detaillierten öffentlichen Informationen, um zu prüfen, ob sich dieser Betrag während der Ausführung geändert hat.
Obwohl das Projekt vom MOPC vorangetrieben wurde, lagen Ausschreibung und Vergabe in den Händen der Stiftung Parque Tecnológico Itaipú Paraguay (FPTI-PY). Dieser Mechanismus steht in der Kritik, da seine Prozesse nicht dem Gesetz N° 7021 für öffentliche Auftragsvergabe unterliegen, was die Kontrollmöglichkeiten und die Transparenz bei staatlichen Beschaffungen einschränkt.
Geplante Umleitungen ab diesem Sonntag
Wegen der Montage der Pfeiler am Sonntag, dem 7. Juni, werden temporäre Umleitungen auf der Avenida Silvio Pettirossi eingerichtet. Die Arbeiten sollen laut MOPC am selben Tag beendet sein.
Die Maßnahme (wetterabhängig) wird von der Straßenpolizei (Patrulla Caminera) begleitet, um den Verkehrsfluss zu erleichtern und die Unannehmlichkeiten für die Autofahrer zu minimieren.
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Fahrtrichtung Luque: Fahrzeuge, die auf der äußeren Spur in Richtung Luque fahren, müssen sich etwa 200 Meter vor dem Las Residentas-Denkmal schrittweise auf die innere Spur einordnen. Anschließend nutzen sie eine provisorische Überfahrt auf dem Mittelstreifen, um auf der Gegenfahrbahn (auf der Seite des Ñu-Guasu-Parks) weiterzufahren. Nach Passieren des Baustellenbereichs von etwa 300 Metern können sie auf ihre gewohnte Fahrspur zurückkehren.
- Wochenblatt / MOPC















