Gekauft, missbraucht, vergessen: Dieser Film bricht Paraguays dunkelstes Tabu

Asunción:Der Minister für Kinder und Jugendliche, Walter Gutiérrez, hob die Unterstützung des Kongresses bei der Vorführung des mittellangen Spielfilms “El precio del pasaje“ (Der Preis der Fahrkarte) hervor. Die paraguayische Produktion zielt darauf ab, den “Criadazgo“ und den Menschenhandel durch Vorführungen in Schulen im ganzen Land zu bekämpfen.

Der Minister für Kinder und Jugendliche drückte seinen Dank für die parlamentarische Arbeit aus und hob dabei besonders die Unterstützung der Senatorin Lizarella Valiente hervor, der Vorsitzenden der Kommission für Kinder und Jugendliche des Kongresses. Die Anerkennung erfolgte im Rahmen der Vorführung des paraguayischen Films “El precio del pasaje“ in der Bibliothek des Kongresses.

Der Minister bezeichnete den Menschenhandel als eine moderne Form der Sklaverei und als eines der schwersten Verbrechen, das Menschen ihrer Freiheit beraubt. Er erklärte, dass die Strategie der Regierung auf eine flächendeckende Prävention durch dieses qualitativ hochwertige audiovisuelle Material setzt, das von lokalen Künstlern mit Unterstützung der spanischen Entwicklungszusammenarbeit realisiert wurde.

Das Werk stellt einen realen Fall von “Criadazgo“, Missbrauch und häuslicher Gewalt nach, um diese Themen mit Nachdruck auf die öffentliche Agenda zu setzen. Die Initiative sieht einen massiven landesweiten Einsatz im Rahmen eines Gemeinschaftskino-Programms vor. In Kooperation mit der Organisation Ñande Cine werden in den nächsten 15 Tagen 50 Vorführungen im Format eines mobilen Kinos an Schulen in allen 17 Departements des Landes stattfinden.

Darüber hinaus arbeitet das Ministerium mit dem Bildungsministerium zusammen, um Lehrkräfte in ganz Paraguay zu schulen. Ihnen wird ein methodischer Leitfaden an die Hand gegeben, damit die Schüler die dargestellten Risiken pädagogisch aufarbeiten können.

Abschließend forderte der Minister die Medien auf, dieses Material im Sinne ihrer sozialen Verantwortung zu verbreiten. Er betonte, dass die Geschichte auf den digitalen Plattformen bereits ein voller Erfolg ist: Der Trailer verzeichnete in nur einer Woche über eine Million Aufrufe, und auf dem YouTube-Kanal der Institution wurde der Film bereits mehr als 50.000 Mal aufgerufen.

Wochenblatt / adn digital

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