Ex Präsident Franco füllte Ämter mit Familienangehörigen

Asunción: Ex Präsident Federico Franco, der bestritt während seiner Amtszeit eine Villa in der Kolonie Independencia gekauft zu haben, brachte  mehr Verwandte als bisher bekannt in öffentlichen Ämtern unter.

Dazu gehörten auch die Familie seiner Schwiegertochter. Rosa María Melgarejo de Benítez, die Schwiegermutter von Francos Sohn, ihre drei Kinder und ihr Chauffeur, die Anstellung beim Staat fanden ohne irgend ein Auswahlverfahren durchlaufen zu haben. Schlimmer noch, der Fahrer von Melgarejo, beendete noch nicht einmal die Grundschule. Diese Machart brachte Ex Präsidentschaftskandidatin und Senatorin der ANR, Blanca Ovelar, zur Anzeige.

Die Gehälter der Kinder von Melgarejo beliefen sich auf 4.647.000, 3.828.000 und 3.800.000 Guaranies während der Chauffeur Óscar Daniel Cantero 4.567.000 Guaranies monatlich den Staat kostete, ohne jegliche Gegenleistung. Rosa María Melgarejo selbst bekam 7.121.000 Guaranies, allesamt bezahlt vom Bildungsministerium.

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Allerdings ist auch zu erwähnen, dass die Schwester des Ex-Präsidenten Nicanor Duarte Frutos, die in der letzten Legislaturperiode Abgeordnete der Provinz Caaguazú war neben ihrem Volksvertreter-Gehalt auch ein weiteres aus dem Bildungsministerium kassierte ohne damals da gearbeitet zu haben. Blanca Ovelar, die gegen Fernando Lugo 2008 im Wahlkampf verlor ist die Schwägerin des Ex Präsidenten Nicanor Duarte Frutos.

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Aus diesem Grund scheinen die Worte von Blanca Ovelar „Ich werde es nicht erlauben, dass ein Lehrer ohne Prüfung in den Staatsdienst kommt und toleriere ebenso wenig diese Korruption und fehlende Moral“ als nicht ernsthaft bzw. unglaubwürdig.

(Wochenblatt / Fotos: Jan Päßler)

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9 Kommentare zu “Ex Präsident Franco füllte Ämter mit Familienangehörigen

  1. christian geiges

    Der Fall „Lugo“ wirkt für mich besonders schwer, da hier ein angeblicher „Mann des Volkes“ wohl gegen alle Regeln des Vertrauens und seiner Religion verstossen hat?

    1. ich hoffe, dass es ihnen nicht entgangen ist, dass es hier nicht um lugo geht sondern um seinen nachfolger franco. aber es macht sich ja immer gut in diesem forum, über lugo zu lästern, da haben sie besonders viele anhänger hier. für mich ist ihr kommentar hier einfach nur hetzerisch, sonst nichts.

    2. christian geiges@, Lugo wird mit ‚L‘ geschrieben und Franco mit ‚F‘. Ist Ihnen vielleicht bisher noch nicht wirklich aufgefallen…….

  2. Franco, der so hochgelobte Präsident, der in 1 Jahr mehr geleistet haben soll als Lugo in 4 Jahren. Da sehen wir nun seine wahnsinns Leistungen.

  3. Georg Froehlich

    Ja, Herr Franco hat in den 14 Monaten, mehr geleistet, als Lugo.. Er hat sich die Tachen gefuellt, hat in San Lorenzo ein Haus, das Grundstuek geht ueber mehrere Strassen. Da ist Lugos Haus,in Lambare eine Kiste..

    Lugo ht Franco 2.810 Millionen in der Staatskasse hinter
    Lassen, wo ist as Geld ? In USD ,nicht in Guranie..

  4. Stimmt, Cartes sagte das Geld das er beim Antritt in der Staatskasse vorfand reichte grad für 3 Stunden, danach war nichts als gähnende Leere. Was hat Franco mit dem ganzen Geld gemacht?

  5. die Blanca Ovelar hats noetig die F**** aufzureissen, sie hat ja als Bildungsministerin jahrelang gezeigt das sie voellig unfaehig, verlogen und korrupt ist das die Lichter ausgehen…… – die ist auch immer noch zutiefst verbittert weil sie vor 4 Jahren die Wahl verloren hat als Praesidentin, hatte sie doch so gross das Maul auf das sie die 1. weibliche Praesidentin in Py sein wird…..

  6. Wo ist das Problem? Ist doch ganz normal in Paraguay (mit wenigen Ausnahmen) und in anderen südamerikanischen Ländern!
    Wundern warum? Ist mir ganz abhandengekommen!
    Kann mich nur noch trösten mit der Harfenmusik die die schon längst verwitterten Jesuiten hinterlassen haben.
    Hier wird so viel versprochen und wieder nur Windhauch und nichts als Windhauch. Was nur echt ist, sind die Lapachobäume in diesem Lande und einige wenige Paraguayer.

    Aber möglicherweise ist das ebenso in Europa eben nur auf eine andere Weise?

  7. Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Römer 3.12
    Trösten sollte man sich mit der Rettung durch Jesus und die hoffnung,in Ewigkeit bei ihm zu sein wo NICHTS böses mehr sein wird.Das Böse ist dan an einen „andern“ Ort!!!