Asunción: Polizeikommissar Luis López bestätigte, dass nach der Festnahme eines argentinischen Staatsbürgers an der Costanera Norte nach einer weiteren Jugendlichen gesucht wird, die ebenfalls Opfer von Menschenhandel geworden sein könnte. Eine 17-Jährige, die sich bei ihm befand, konnte gerettet werden.
Nach der Festnahme des 56-jährigen Argentiniers Ariel Fernando Morán (Beitragsbild) wegen mutmaßlichen Menschenhandels und der Rettung einer 17-jährigen Jugendlichen aus San Estanislao (Departement San Pedro), die ein Opfer sein könnte, sucht die Nationalpolizei nach einer weiteren Person, die in die Fänge einer mutmaßlichen kriminellen Organisation geraten sein könnte.
„Mutmaßlich könnte sich eine weitere Minderjährige in der Gewalt dieses Mannes befinden“, enthüllte Kommissar Luis López am Montag im Gespräch mit Radio Monumental. Eine der Hypothesen, denen die Ermittler nachgehen, deutet darauf hin, dass der Ausländer die Absicht hatte, beide Jugendlichen nach Argentinien zu bringen.
„Wir gleichen derzeit auch alles mit der Migrationsbehörde ab, ebenso die Vorstrafen dieser Person. Wir haben Informationen darüber, dass es sich um eine gewalttätige Person handelt“, betonte er.
Die Ermittler haben zudem eine volljährige Frau identifiziert, die den Kontakt zwischen der 17-jährigen Jugendlichen und dem Argentinier hergestellt und die beiden auf der landwirtschaftlichen Messe Expo de Mariano Roque Alonso einander vorgestellt haben soll. Das Mädchen kam mutmaßlich getäuscht und mit der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz auf der Messe dorthin.
Die Jugendliche wurde am Montagabend an der Costanera Norte in Asunción im Inneren eines Geländewagens der Marke Toyota mit paraguayischem Kennzeichen ausfindig gemacht.
Im Fahrzeug fanden die Beamten Kokain und alkoholische Getränke. Kommissar López schließt nicht aus, dass die gerettete Jugendliche gezwungen wurde, illegale Substanzen zu konsumieren.
Wochenblatt / Última Hora















