Asunción: Lothar Matthäus, Weltmeister mit Deutschland bei der WM 1990 in Italien, zollte der Albirroja höchsten Respekt für ihren unbändigen Einsatz.
In seiner Funktion als TV-Experte ging das historische Aushängeschild des deutschen Fußballs hart mit der eigenen Nationalmannschaft ins Gericht, nachdem diese im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 im Elfmeterschießen gegen Paraguay ausgeschieden war.
„Ich bin absolut stinksauer. Das ist nicht das Deutschland, das ich kenne, und ganz sicher nicht das Deutschland, für das ich damals gekämpft habe. Auf diese Weise auszuscheiden, ist absolut inakzeptabel“, legte er direkt los.
Der ehemalige Kapitän ging von Null auf Hundert und forderte Konsequenzen: „Jeder Spieler, jeder Trainer und jede Person, die mit dieser Mannschaft zu tun hat, muss sofort in den Spiegel schauen. Denn diese Leistung war meilenweit von den Standards entfernt, die man von Deutschland erwartet“, stellte er unmissverständlich klar.
Im Anschluss fand Matthäus deutliche Worte zur Einstellung: „Man kann nicht das Trikot Deutschlands tragen und mit so wenig Entschlossenheit, so wenig Aggressivität und so wenig Überzeugung auf den Platz gehen.“
Ganz im Gegenteil dazu lobte der ehemalige Mittelfeldstar den Gegner: „Paraguay hat um jeden Ball gekämpft, als ginge es um ihr Leben“, während Deutschland nervös, passiv und völlig ideenlos wirkte, als der Druck zunahm.“
„Im Fußball gewinnt man nicht nur mit Talent. Man gewinnt mit Charakter, Mentalität und der Bereitschaft, für sein Land zu leiden“, legte er nach.
„Respekt an Paraguay, sie haben jede Sekunde dieses Sieges verdient, weil sie Mut, Disziplin und Herz gezeigt haben. Deutschland hat vergessen, was es wirklich bedeutet, für dieses Wappen zu kämpfen. Und für mich ist das der schmerzhafteste Teil von allem“, lautete sein bitteres Fazit.
Wochenblatt / Mas Encarnación















