Nach Fake-Sex-Skandal: Justiz eröffnet Verleumdungsprozess gegen Behördenmitarbeiterin

Asunción: Die Mitarbeiterin des Bürgerbeauftragten, die Anwältin Nadia Pintos, muss sich in einem mündlichen und öffentlichen Gerichtsverfahren wegen des mutmaßlichen Tatbestands der Verleumdung verantworten. Sie hatte behauptet, der Ombudsmann, Anwalt Rafael Ávila, habe in seinem Büro einen vermeintlichen Dreier mit zwei Angestellten der Behörde gehabt.

Die “Anschuldigung“ von Pintos verbreitete sich über lokale und internationale Medien. Daraufhin reichte eine der betroffenen Mitarbeiterinnen, Adriana Sanabria, Privatklage gegen die Frau ein. Die Justiz hat den Fall nun für die Hauptverhandlung zugelassen, für die derzeit noch der Verhandlungstermin aussteht, wie berichtet wurde.

Der Anwalt von Sanabria, Dr. Óscar Tuma (Beitragsbild), erklärte, dass man inzwischen in Kontakt mit den Anwälten von Pintos stehe. Diese hätten angeboten, dass sich Pintos öffentlich entschuldigt und alle Prozesskosten übernimmt. Der Anwalt stellte jedoch klar, dass seine Mandantin diejenige ist, die entscheiden muss, ob das Verfahren fortgesetzt wird. „Meine Mandantin erträgt diese Diffamierungen nun schon seit drei Jahren mit all dem Schaden, den dies für sie und ihre Familie verursacht hat. Es war eine Lüge, die großen Schaden angerichtet hat“, betonte er abschließend.

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