Asunción: Die Tomatenproduktion in Paraguay verzeichnet aufgrund einer Reihe von ungünstigen Wetterereignissen einen Rückgang zwischen 20 % und 30 %. Dies erklärte Agraringenieur Edgar Frutos vom Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht (MAG).
Der Experte wies darauf hin, dass die niedrigen Temperaturen und die geringe Sonneneinstrahlung die Entwicklung der Pflanzen beeinträchtigen, ihre Photosyntheseleistung verringern und sowohl das vegetative Wachstum als auch die Fruchtbildung verlangsamen. Diese Situation wirkt sich zudem negativ auf die endgültige Größe der Tomaten sowie auf die Erntezyklen aus.
Frutos erklärte, dass sich die Ernte, die normalerweise alle fünf Tage stattfindet, aufgrund der widrigen Wetterbedingungen aktuell auf etwa alle sieben Tage verlängert hat.
Trotz des verringerten Angebots schließt der Sektor eine Preiserhöhung für die Verbraucher vorerst aus. Es wurde angegeben, dass der aktuelle Preis ab Hof bei rund 8.000 Guaranies pro Kilo liegt – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr bereits erhöht ist.
„Wenn der Preis bei 5.000 Guaranies gelegen hätte, könnte er bei diesen Einbußen auf 6.000, 7.000 oder 8.000 steigen. Da er sich derzeit aber ohnehin schon bei 8.000 Guaranies ab Hof eingependelt hat, sollte dies nicht zu einer weiteren Steigerung führen“, erklärte Frutos.
Dennoch warnte er, dass die Preisentwicklung vom Verhalten der Zwischenhändler und der gesamten Vermarktungskette abhängen wird. Obwohl der an den Erzeuger gezahlte Preis stabil bleibt, könnten andere Faktoren den Endpreis für den Verbraucher beeinflussen.
Seitens des Produktionssektors wird versichert, dass man die Wetterlage und deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit des Produkts in den kommenden Wochen weiterhin genau beobachten werde.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















