Paraguayische Freiwillige im Ukraine-Krieg: Außenministerium untersucht Berichte über Todesfälle

Asunción: Ein Vertreter des paraguayischen Außenministeriums erklärte, dass der Regierung unbestätigte Informationen vorliegen, wonach paraguayische Staatsbürger, die sich freiwillig für den Krieg zwischen der Ukraine und Russland gemeldet hatten, ums Leben gekommen sind. Das ist der aktuelle Wissensstand.

Carlos Vera, Direktor für konsularische Angelegenheiten des Außenministeriums, erklärte, dass die paraguayische Regierung – über ihre Botschaft in Berlin, Deutschland – Nachforschungen zu Berichten über den Tod paraguayischer Staatsbürger anstellt. Diese hatten sich freiwillig gemeldet, um in den Streitkräften der Ukraine in dem Krieg zu kämpfen, der seit Februar 2022 zwischen diesem Land und Russland tobt.

Ende Juni dieses Jahres gab eine Familie aus der paraguayischen Ortschaft Choré (Departement San Pedro) an, Informationen erhalten zu haben, dass eines ihrer Mitglieder, der 21-jährige Néstor Adrián Barreto, kürzlich in der Ukraine gefallen sei. Er war dorthin gereist, um sich als freiwilliger Kämpfer zu melden.

Vera erklärte, dass das Außenministerium von Angehörigen über drei mutmaßliche Fälle von gefallenen paraguayischen Freiwilligen in dem Konflikt informiert wurde – die sich vermutlich aufseiten der Ukraine gemeldet hatten. Deren Tod konnte jedoch offiziell noch nicht bestätigt werden.

Er wies darauf hin, dass bekannt sei, dass sich Paraguayer sowohl in den ukrainischen als auch in den russischen Streitkräften als Freiwillige gemeldet haben. Zudem fügte er hinzu, dass die Überprüfung des Status der im Krieg kämpfenden paraguayischen Bürger schwierig sei, da die Verteidigungsministerien der Ukraine und Russlands aus Sicherheitsgründen nur sehr zögerlich spezifische Informationen herausgeben.

Anwerbung über soziale Netzwerke

Der Vertreter des Außenministeriums erklärte, dass es sich bei den in den Ukraine-Russland-Konflikt verwickelten Paraguayern um Personen handelt, die in Paraguay freiwillig Verträge unterzeichnet haben. Auch einige in Spanien lebende Paraguayer haben sich gemeldet.

Nach seinen Angaben wurden diese Personen offenbar über soziale Netzwerke angeworben und überzeugt, diese Verträge zu unterschreiben. Er warnte daher Personen, die Nachrichten mit solchen Angeboten erhalten, „diese Art von Verträgen nicht zu unterschreiben“. Da es sich um ein Kriegsgebiet handele, sei das Risiko, verletzt zu werden oder zu sterben, extrem hoch.

Abschließend fügte er hinzu, dass in den Verträgen oft behauptet wird, die Unterzeichner würden logistische Aufgaben übernehmen, ohne dabei konkret zu erwähnen, dass sie direkt an Kampfhandlungen teilnehmen werden.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Paraguayische Freiwillige im Ukraine-Krieg: Außenministerium untersucht Berichte über Todesfälle

  1. Was als erstes im Krieg stirbt, ist die Wahrheit.
    Egal was in einem Anwerbervertrag steht, du reist in ein Lügengebiet mit Schußwaffengebrauch. Aber wenn der EURO oder der RUBEL lockt, dann wird die Vorsicht sehr leise.
    Jeder der in ein Spannungsgebiet geht, riskiert sein Leben. Egal wo. Und es dürfen keine paraguayischen Steuergelder jetzt verschwendet werden, um „unsere Jungs“ zurückzuholen. Oder dass jetzt die Damen und Herrn Diplomaten sich um Aufklärung bemühen. Die Männer sind dort hin geflogen und Schluss.
    Wenn die Diplomaten tätig werden wollen, dann sollen sie eine Vermittlerrolle im Friedensprozess einnehmen. Aber keine Zeit verschwenden für die sogenannten Freiwilligen.

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