Asunción: Der Facharzt für Suchtmedizin, Manuel Breuer, betonte, dass Alkohol die psychoaktive Substanz sei, die weltweit die meisten Todesfälle verursache, und stellte die rechtliche Behandlung von Verkehrsunfällen infrage, die von betrunkenen Fahrern verursacht werden.
In diesem Zusammenhang forderte er, dass Personen, die sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer setzen und einen tödlichen Unfall verursachen, mit deutlich strengeren Strafen rechnen müssen.
„Alkohol ist nicht einfach nur eine Droge. Er ist die schlimmste Droge, die es weltweit gibt. Es ist die Droge, die die meisten Menschen tötet“, erklärte Dr. Breuer und wies darauf hin, dass Todesfälle sowohl durch mit dem Konsum verbundene Krankheiten wie Zirrhose oder Leberkrebs als auch durch Verkehrsunfälle entstehen.
Der Spezialist kritisierte zudem, dass solche Taten rechtlich als fahrlässige Tötung eingestuft werden. „Von dem Moment an, in dem jemand zum Autoschlüssel greift und trinkt, ist es aus meiner Sicht direkter Vorsatz“, äußerte er. Wer sich betrunken ans Steuer setze, gehe wissentlich das Risiko ein, eine Tragödie zu verursachen.
Während des Interviews schlug Dr. Breuer vor, ein umfassendes Suchtgesetz auf den Weg zu bringen, anstatt isolierte Änderungen am Strafgesetzbuch vorzunehmen. „Wir müssen hier ein allgemeines Suchtgesetz schaffen“, betonte er. Darüber hinaus regte er die Einrichtung von Spezialgerichten und Kriseninterventionsteams an – bestehend aus Richtern, Staatsanwälten, Polizei und Gesundheitsexperten –, um Fälle von Personen mit problematischem Konsum schnell zu bearbeiten und deren Familien wirksame Unterstützung zu bieten.
Wochenblatt / Megacadena















