Asunción: Seit seiner Inbetriebnahme im Dezember 2025 verzeichnete der Lince-Notrufbutton mehr als 3.000 Aktivierungen durch die Bevölkerung. Das Tool, das für die schnelle Anforderung von Polizeihilfe entwickelt wurde, entfaltete seine operative Kapazität vor allem in der Hauptstadt und im Department Central – Gebiete, in denen die Spezialeinheit derzeit über eine direkte Abdeckung verfügt.
In einer Bewertung des ersten Halbjahres zog der Direktor der Lince-Gruppe der Nationalpolizei, Polizeidirektor Gustavo Ruiz Díaz, eine positive Bilanz. Wie der Polizeichef im Interview mit den Staatsmedien detailliert erläuterte, ermöglichte die hohe Akzeptanz seitens der Nutzer wirksame Interventionen bei verschiedenen Hilferufen im öffentlichen Raum sowie in Wohngebieten.
Von der Gesamtzahl der in diesen sieben Monaten eingegangenen Alarme entsprachen etwa 30 % echten Notfällen, die das Ausrücken der Einsatzkräfte erforderten. Die restlichen 70 % teilten sich auf Testläufe von Bürgern, die die Plattform kennenlernen wollten, und freiwillige Stornierungen auf. Zu den getätigten Einsätzen gehörten unter anderem die Überprüfung verdächtiger Fahrzeuge, die Kontrolle unbekannter Motorradfahrer in Wohnvierteln sowie das Nachgehen von Beschwerden wegen Ruhestörung.
Hinsichtlich der Reichweite des Dienstes stellte Díaz klar, dass der Notrufknopf in jeder Situation aktiviert werden kann, die das Eingreifen eines Polizeibeamten erfordert.
Obwohl die unmittelbare Reaktionskette derzeit auf Asunción und Central konzentriert ist, steht die Anwendung Nutzern im ganzen Land zur Verfügung. Die Absicht der Behörde ist es, die operative Abdeckung parallel zum territorialen Wachstum der Lince-Gruppe zu erweitern, die heute über 2.135 Einsatzkräfte verfügt, die mit Alarmempfangsgeräten ausgerüstet sind.
Um den Dienst zu nutzen, müssen sich die Bürger über ihre elektronische Identität im Portal Paraguay einloggen und die Option “Botón Lince“ auswählen. Bei Absenden der Anfrage übermittelt das System automatisch den geografischen Standort und die Nutzerdaten an das zugewiesene Personal.
Sollte die Motorrad-Einheit aufgrund von Entfernung oder Verfügbarkeit nicht anfahren können, koordinieren die Beamten den Einsatz mit den Polizeirevieren oder anderen Dienststellen der Region.
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