Fleisch als Luxusgut und Flucht ins Ausland: Die bittere Realität nach drei Jahren Peña

Asunción: Am 15. August vollendet die Regierung von Santiago Peña ihr drittes Amtsjahr. Das Umfeld von Peña bereitet bereits die Feierlichkeiten für die Parteigänger, Scheinbeschäftigten und Privilegierten vor, denen es längst besser geht. Währenddessen versucht das Volk irgendwie über die Runden zu kommen, um zu sehen, wie es das Monatsende erreicht.

Das ist eine Tatsache, das sind Fakten und kein Märchen. In diesen drei Jahren sind die Sozialschulden unaufhörlich gewachsen, und in der Praxis ist das Gehalt immer weniger wert, während die Lebenshaltungskosten unaufhörlich steigen. In diesen drei Jahren ist Fleisch – der Stolz des Landes im Export – für die meisten paraguayischen Familien zu einem Luxusgut geworden.

Und während die Preise für Fleisch, Mieten und Ratenzahlungen steigen, erleben wir drei weitere Jahre mit Krankenhäusern ohne Medikamente, der Sozialversicherung IPS ohne Termine, tödlichen Straßen und Jugendlichen, die auswandern, weil es hier keine Chancen gibt. Wir sollten uns als Land schämen, dass die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Paraguayer bereits mit den Einnahmen aus den Fleischexporten konkurrieren.

Dass die Überweisungen unserer Landsleute – die von dieser angeblich so erfolgreichen Wirtschaft ins Exil getrieben wurden – von Jahr zu Jahr steigen, ist ein Urteil gegen das eigene Volk. Es ist eine schmerzhafte Realität, die das Propagandageschwätz dieser Regierung in Stücke reißt.

Wenn wir also eine Bilanz dieser Regierung ziehen wollen, sollten wir den Abstand zwischen dem offiziellen Narrativ und der täglichen Realität messen. Der Rest ist hohles Geplänkel eines Marktschreiers. Der Gigant war in Wahrheit gar nicht so gigantisch – und obendrein reicht es ihm weder für seine Raten noch für seinen Sprit.

„Was für ein Wundergigant soll das bitte sein?!“ (Mba’éichagua gigante gua’u!). Weniger Propaganda und mehr Respekt gegenüber den Menschen – denn die Geldumschläge bleiben ohnehin nur bei denen, denen es jetzt schon besser geht.

Wochenblatt / Megacadena Kattya González

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