Ciudad del Este: Die bekannte Influencerin Ana Kim Jang, bekannt als „Ana Coreana“, wurde im Rahmen von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zusammen mit vier weiteren Personen wegen eines mutmaßlichen Millionenbetrugs angeklagt, der auf den Entzug von Unternehmensanteilen abgezielt haben soll.
Ana Kim Jang, bekannt als „Ana Coreana“, wurde gemeinsam mit ihrer Schwester und drei weiteren Personen angeklagt.
Die Anklage wurde von Staatsanwalt Osvaldo Zaracho Romero von der Strafabteilung Nr. 10 in Ciudad del Este wegen der mutmaßlichen Straftaten der Unterschlagung, Untreue, des Betrugs und der Ausstellung von Urkunden mit falschem Inhalt eingereicht.
Neben Ana Kim Jang wurden ihre Schwester Elizabeth Kim Jang (Vorstands vorsitzende), Namjun Kwon (Vizepräsident), Antonio Ramón Galeano Vega (reguläres Syndikusmitglied) und Alexis Florentín Gauto (Versammlungsekretär) angeklagt.
Nach Hypothese der Staatsanwaltschaft ereignete sich einer der beanstandeten Vorgänge während einer außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Mai 2025, bei der beschlossen wurde, das Grundkapital des Unternehmens durch den Rückkauf von Aktien von 103 Milliarden Guaraníes auf 38,85 Milliarden Guaraníes zu reduzieren.
Bei diesem Geschäft sollen Zahlungen in Höhe von 3,207 Milliarden Guaraníes an Hsiao Hua Wang und 28,867 Milliarden Guaraníes an Rosana Ming Kao festgelegt worden sein, was insgesamt 32,075 Milliarden Guaraníes entspricht.
Die Staatsanwaltschaft hält fest, dass diese Beträge den Aktionärinnen tatsächlich nicht ausgehändigt worden seien, obwohl Dokumente vorliegen sollen, die den Einbehalt dieser Beträge bescheinigen.
Erhöhung der Beteiligung von „Ana Coreana“
Die Ermittlungen konzentrieren sich zudem auf zwei anschließende Kapitalerhöhungen, die zwischen Dezember 2025 und März 2026 durchgeführt wurden.
Der Anklage zufolge sollen diese Transaktionen zu einer bedeutenden Veränderung der Aktionärsstruktur der K & K Shopping’s S.A. geführt haben, der Eigentümerin des Shopping París und des Gebäudes Shopping Bonita Kim. Die Beteiligung von Ana Kim Jang soll sich von 50 % auf 61 % und in der Folge auf 71 % erhöht haben.
Unterdessen soll die gemeinsame Beteiligung von Hsiao Hua Wang und Rosana Ming Kao von 50 % auf 39 % und danach auf 29 % gesunken bar sein.
Für die Kapitalerhöhungen sollen Bareinlagen in Höhe von 10,5 Milliarden Guaraníes bzw. 28 Milliarden Guaraníes erklärt worden sein, was insgesamt 38,5 Milliarden Guaraníes ausmacht.
Die Staatsanwaltschaft kritisiert, dass diese Einlagen keine banküblichen Belege aufweisen, die bestätigen würden, dass das Geld tatsächlich in das Gesellschaftsvermögen eingezahlt wurde. Sie weist zudem darauf hin, dass keine Überprüfung dieser Auszahlungen durch den Syndikus erfolgt sei.
Kritik an den Einberufungen
Ein weiterer Aspekt der Ermittlungen betrifft die Art und Weise, wie die Einberufungen zu den Versammlungen erfolgt sein sollen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Aktionärinnen Hsiao Hua Wang und Rosana Ming Kao ihre Wohnsitze und E-Mail-Adressen für den Erhalt von Unternehmensmitteilungen bekannt gegeben. Die strittigen Einberufungen sollen jedoch stattdessen durch Veröffentlichungen im Amtsblatt erfolgt sein.
In der Folge wurden die Protokolle vor einem Notar beglaubigt und zur Eintragung beim Nationalen Register (RUN) sowie bei der Staatsanwaltschaft des Schatzamtes (Abogacía del Tesoro) eingereicht, einschließlich Verweisen auf die vermeintlichen Kapitaleinlagen, die nun Gegenstand der Ermittlungen sind.
„Ana Coreana“ und die weiteren Angeklagten müssen vor Gericht erscheinen
Die fünf Angeklagten müssen am 8. September um 10:00 Uhr zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen, bei der sie angehört werden. Staatsanwalt Zaracho hat für alle Beschuldigten alternative Maßnahmen zur Untersuchungshaft beantragt.
Wochenblatt / Abc Color















