Asunción: Nach dem gewaltigen Erfolg in Nordamerika prüft die FIFA eine Mega-WM mit 64 Ländern und sechs Austragungsorten für das Jubiläum im Jahr 2030.
Die historische Ausgabe von 2026 hinterließ nach der Krönung Spaniens gegen Argentinien Rekordzahlen bei Einschaltquoten und Einnahmen. Dies festigte das neue Modell von Großturnieren und öffnete die Tür für eine beispiellose, multikontinentale Erweiterung zur Feier des hundertjährigen Bestehens der Weltmeisterschaft.
Die Weltmeisterschaft 2026 endete am 17. Juli mit dem Sieg Spaniens über Argentinien nach Wochen voller denkwürdiger Spiele. Das Turnier war ein großer Erfolg, zog Millionen von Fans in die Stadien sowie vor die Bildschirme, sorgte für leidenschaftliche Debatten im Netz und kurbelte den Traffic bei Online-Wettanbietern in Paraguay an.
Nach dem Erfolg der Ausgabe 2026 hat die FIFA mit der Planung der Weltmeisterschaft 2030 begonnen, die in sechs Ländern ausgetragen wird und noch mehr Teilnehmer zählen könnte.
Der durchschlagende Erfolg der WM in Kanada, den USA und Mexiko
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 war eine Ausgabe wie keine andere. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs organisierten drei Nationen das Turnier. Zudem wurde die Zahl der teilnehmenden Mannschaften auf 48 erweitert, was die Gesamtzahl der Spiele auf 104 erhöhte.
Trotz der scharfen Kritik von Konföderationen, Trainern und Offiziellen am neuen Format sowie der zahlreichen Kontroversen, die das Turnier prägten, war die WM 2026 für die FIFA ein finanzieller Erfolg.
Laut jüngsten Berichten der Organisation besuchten 6.810.966 Fans ein Spiel live in einem der 16 Stadien in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten, was einer Auslastung von 99,7 % bei allen Begegnungen entspricht. In den sozialen Netzwerken generierten Inhalte rund um die WM während des gesamten Wettbewerbs 29 Milliarden Aufrufe.
Das große Finale zwischen Spanien und Argentinien erreichte auf Fox und Telemundo durchschnittlich 62,8 Millionen Zuschauer und wurde damit zum meistgesehenen Fußballspiel in der Geschichte der USA. Zudem besuchten rund 9 Millionen Fans die offiziellen FIFA-Fanfeste, was die höchste Besucherzahl dieses Projekts seit Deutschland 2006 darstellt.
Die WM 2030: Sechs Gastgeber und 64 Teilnehmer?
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2030 wird das hundertjährige Bestehen der ersten Ausgabe des Turniers feiern, die 1930 in Uruguay stattfand. Für diesen Anlass hat der Weltfußballverband ein multikontinentales Format entworfen, das sechs Länder auf drei Kontinenten vereint: Amerika, Europa und Afrika.
Die Hauptgastgeber des Wettbewerbs werden Spanien, Portugal und Marokko sein. Diese drei Nationen werden für die Ausrichtung des Großteils des Turniers und der Finalrunde verantwortlich sein. Da die WM 2030 jedoch den Wurzeln des Wettbewerbs Tribut zollen soll, wird das Turnier im Cono Sur beginnen. Uruguay, Argentinien und Paraguay werden die Austragungsorte für die Eröffnungsspiele ihrer jeweiligen Nationalmannschaften sein.
Diese drei lateinamerikanischen Vertreter wurden aufgrund ihres historischen Werts im Kontext der Weltmeisterschaft ausgewählt: Während Uruguay der erste Organisator und Weltmeister des Wettbewerbs war, belegte Argentinien bei diesem Pionierturnier den zweiten Platz. Paraguay wiederum ist der historische Sitz der CONMEBOL, der einzigen Konföderation, die 1930 existierte.
Obwohl die CONMEBOL vorgeschlagen hat, 64 Nationalmannschaften in die Weltmeisterschaft 2030 aufzunehmen, wurde dieses neue Format bis heute nicht offiziell bestätigt. Jüngsten Berichten zufolge prüft die FIFA die Machbarkeit einer erneuten Erweiterung des Turniers. Falls das neue Format nicht genehmigt wird, würde die WM wie in der Ausgabe 2026 mit 48 teilnehmenden Nationen ausgetragen. Dies würde insgesamt 104 Spiele bedeuten.
Drei dieser Begegnungen werden auf südamerikanischem Boden ausgetragen (jeweils eine in jedem der geehrten Länder), während die verbleibenden Spiele zwischen spanischem, portugiesischem und marokkanischem Territorium aufgeteilt werden.
Was den vorläufigen Terminplan betrifft, sollen die Spiele Anfang Juni 2030 beginnen. Anschließend reisen die Nationalmannschaften nach Europa und Afrika, um die Gruppenphase fortzusetzen und in die K.-o.-Runde einzuziehen.
Vor- und Nachteile eines erweiterten Formats im Jahr 2030
Die mögliche Erweiterung der nächsten WM-Ausgabe auf 64 Mannschaften ist auf harte Kritik gestoßen. Die Sorge besteht darin, dass eine Erhöhung der Teilnehmerzahl die sportliche Qualität der Anfangsphase des Turniers verwässern und zu ungleichen Paarungen führen könnte.
Ein so massives Format könnte zudem die Überlastung des Fußballkalenders verschärfen, was den körperlichen Verschleiß und das Verletzungsrisiko der Fußballer erhöhen würde.
Einige Analysten wiesen jedoch auf gewisse Vorteile einer Weltmeisterschaft mit 64 Teams hin, darunter die Demokratisierung des Fußballs auf globaler Ebene. Eine größere Inklusion beim größten Fußball-Event würde die Entwicklung des Sports in weniger traditionellen Regionen fördern und der FIFA höhere Einnahmen durchVermarktung und Übertragungsrechte einbringen.
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