Encarnación: Ein dramatischer Zwischenfall schockiert die Anwohner im Viertel San Pedro der Hauptstadt von Itapúa. Mirna Graciela Rojas Delvalle wurde am frühen Morgen gegen 05:00 Uhr Opfer einer extrem gewalttätigen Hunde-Attacke. Das Opfer war gerade auf dem Motorrad unterwegs zum Krankenhaus des Sozialversicherungsinstituts (IPS), um dort geplante medizinische Tests durchführen zu lassen, als das Unglück geschah.
Ohne jede Vorwarnung schoss das Tier auf die Straße, verbiss sich eiskalt in ihren Beinen und versuchte, Fleisch herauszureißen. Ihre verzweifelten Schreie blieben in der Dunkelheit ungehört – niemand war in der Nähe, um ihr zu Hilfe zu eilen. Erst als der Hund schließlich von ihr abließ, gelang es der Schwerverletzten, sich aus eigener Kraft in die Notaufnahme des IPS zu retten.
Tiefe Fleischwunden und fehlende Hilfe der Behörden
Im Krankenhaus mussten die Mediziner umgehend handeln: Die Hose wurde aufgeschnitten, Anästhetika gespritzt und eine tiefgehende Wundreinigung durchgeführt, da beträchtliches Gewebe herausgerissen worden war. Die Frau steht unter strenger ärztlicher Ruheverordnung und muss sich weiteren Untersuchungen unterziehen.
Auf der Suche nach den Haltern stieß das Opfer auf eine Anwohnerin im Viertel. Diese räumte zwar ein, dass das Tier extrem aggressiv sei und bereits früher Passanten gebissen habe, wälzte die Verantwortung jedoch ab: Der Hund gehöre offiziell ihrem Enkel. Dennoch verwahrte sie den Impfpass des Tieres und fütterte es regelmäßig.
Delvalle sicherte Beweismaterial – darunter Fotos des Hundes sowie der Verletzungen – und erstattete umgehend Anzeige bei der Polizeistation des Stadtteils San Pedro. Das bittere Ergebnis für das Opfer: Bis heute gibt es weder Ermittlungserfolge noch finanzielle Unterstützung für die aufgelaufenen Behandlungskosten.
Gefahr für Kinder und Schüler: Hund läuft weiter frei herum
Die Sorge im Viertel ist riesig: Wie das Opfer berichtet, streunte derselbe Hund bereits am Sonntag wieder völlig unangeleint im Bereich der Avenida Matiauda nahe der San-Pedro-Brücke herum. Ein brandgefährlicher Zustand für die vielen Schulkinder, Fußgänger und Anwohner, die dort täglich unterwegs sind.
„In diesem Moment dachte ich wirklich, er reißt mir das Bein komplett ab. Man war völlig machtlos!“, schildert die Betroffene die pure Todesangst während des Angriffs. Das Opfer fordert nun ein schnelles und entschlossenes Eingreifen der Lokalbehörden, damit der Halter zur Verantwortung gezogen und weitere Opfer verhindert werden.
Wochenblatt / Mas Encarnación















