Campesinos unterbinden Sprühaktion auf Grundstück von deutschem Kolonisten

Colonia Independencia: Schon am 4. Januar dieses Jahres unterbanden rund 20 Campesinos eine Pestizid-Sprühaktion auf dem Grundstück von Klaus Escher Dresow, gelegen an der 17. Linie Caguare’i, Distrikt Independencia.

Nach einer diesbezüglichen Anzeige wurde durch den Staatsanwalt ein Haftbefehl auf 17 bekannte Campesinos ausgestellt, der jedoch noch nicht umgesetzt werden konnte. Tage danach konnte mit Hilfe von Polizeischutz die Sprühaktion durchgeführt werden.

Am 8. Februar jedoch, nur etwa einen Monat nach der ersten Attacke auf den Traktoristen kamen erneut 15 Campesinos und beschädigten den Traktor, der die Arbeit weiterführen sollte.

Klaus Escher Dresow, Enkel deutscher Einwanderer und Geschäftsmann besitzt in besagtem Gebiet 130 Hektar Land auf dem Soja angepflanzt wurde. Trotz der Drohungen möchte er mit der Arbeit weiter fortfahren.

Die Campesinos wehren sich gegen den Einsatz von Agrargiften, da sie wie schon vorher angezeigt Hautreizungen, Übelkeit und andere Komplikationen mit der Gesundheit hervorrufen. Diese sollten vom Staat untersucht werden, erklärte Néstor Darío Jara von der Nationalen Bauern Föderation (FNC). Jara hob hervor, dass seine Kompagnons einen Haftbefehl haben weil sie ihre Gemeinschaft beschützen wollen. Auf nationalem Gebiet gibt es rund 130 Campesinos die deswegen offene Haftbefehle besitzen.

(Wochenblatt / Abc)

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6 Kommentare zu “Campesinos unterbinden Sprühaktion auf Grundstück von deutschem Kolonisten

  1. Die auf Umweltgifte äußerst sensiblen DACHL werden davon nichts wissen- Wer spricht schon Guarani im Land der 300 Sonnentage.
    Also sprüht und verbessert den Gewinn.
    Die DACHL dort und hier sind alle schon alt genug, die werden DARAN nicht sterben, die Zeit reicht einfach nicht zur ausbildung der Krankheiten (Welches Schwein stirbt schon an Krebs)

    130 Hektar vergiftet in der deutschen Kolonie; tja, jetzt werden die Immobilien vielleicht wieder billiger ohne den Umweltaufpreis?

  2. da will einer den dicken Gewinn machen mit Soja ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bevölkerung

  3. Aber sie wohnen ja in den allermeisten Fällen nicht auf der Farm….und kommen so auch nicht in den Genuss der versprühten Chemie….

  4. Ich würde ein Gesetz begrüssen, was bei Landbesitz, Residenzpflicht vorschreibt…dann würden ländliche Gebiete auch mit Krankenhäusern und Schulen versorgt…

    Und natürlich, keine Latifundien mehr….