Mauer trennt Argentinien und Paraguay

5 Meter hoch und 1.300 Meter lang ist die neue Mauer am Grenzübergang von Posadas nach Encarnación. Mit ihrer Errichtung wird der Grenzverkehr für Fußgänger unmöglich.

Die Mauer wurde vom gemeinsam von Argentinien und Paraguay betriebenen Wasserkraftwerk Yacyretá (EBY) errichtet. Mit der Maßnahme ist ein Passieren der Grenze nur noch sinnvoll mit einem Auto möglich, die Alternativen wie Boot, Moped oder zu Fuß gehören damit der Vergangenheit an.

Hauptsächlich den alltäglichen Schmuggel durch Privatleute und Kleinunternehmer will man erschweren. Das Begehen der Brücke San Roque González de Santacruz wird für Fußgänger untersagt, sobald die Mauer fertig ist, berichtet die argentinische Zeitung El Territorio.

Das EBY spricht von einer „Bereicherung und Modernisierung“ der Stadt, während der Ex-Gouverneur der Provinz Misiones, Ricardo Barrios Arrechea, dem Direktor von Yacyretá, Óscar Thomas, vorwirft, eine parallele Stadtregierung zu bilden.

Eigentümer von Immobilien mit Blick auf den Fluss blicken künftig gegen die Mauer und befürchten einen Preisverfall der Grundstücke und nicht nur sie fragen sich, wie frei der Freihandel im Mercosur eigentlich ist.

2007 begann eine ähnliche Baumaßnahme in Foz de Yguazú, um die brasilianische Wirtschaft vor dem Schmuggel aus Ciudad del Este zu schützen. Der damalige Präsident Lula da Silva stoppte den Bau mit den Worten: „Es gibt schon genügend Mauern der Schande… Schluss mit dem was in Berlin passierte, zwischen Mexiko und den USA, im Gaza-Streifen. Wir wollen keine neuen Mauern!“

Quelle: Última Hora

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1 Kommentar zu “Mauer trennt Argentinien und Paraguay

  1. Wie heißt es so schön: Von Walter Ulbricht lernen, heißt siegen lernen (brech brech brech)
    Lange wird es ja nicht mehr dauern und dann wird es auch in Mitteleuropa wieder hohe Mauern geben – um die Flüchtlingsströme aufzuhalten.