“Ein Märtyrer versucht die Regierung zu destabilisieren“

Guahory: Eigentlich wäre das Problem mit den Landbesetzern in Guahory schon längst beseitigt. Es wurden Ausgleichsflächen geschaffen, aber einige geben nicht nach. Die Nationalpolizei und die Regierung sind besorgt.

Elisa Ledesma ist die Frau, die mal wieder an der Front steht und für Erklärungen sorgen muss. Sie ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Nationalpolizei. Laut Informationen aus Geheimdienstquellen “haben Menschen, die nichts mit den Campesinos (landlosen Bauern) zu tun hätten, das Ruder in der Hand und würden nun die Sachlage vor Ort destabilisieren“, so Ledesma.

„Es gibt Informationen, dass der Aufstand, bei dem 20 Menschen, darunter auch Polizisten, verletzt wurden, initiiert wurde. Die Nationalpolizei tat nur ihre Pflicht und wollte das Gelände räumen. Es wird anscheinend ein Märtyrer gesucht, der dann die Regierung in Verruf bringt“, klagte Ledesma.

Sie fügte an, die einzige Aufgabe der Beamten wäre, die Ordnung wieder herzustellen. Die Besetzer wurden vorläufig festgenommen, weil es Beweise gab, dass diese gegen das bestehende Recht verstoßen hätten.

„Wir behandeln alle Informationen mit äußerster Sorgfalt. Zu keinem Zeitpunkt wurde eine Konfrontation gesucht, aber die Besetzer haben dies verursacht. Es sind die gleichen Leute, die an den Fernstraßen demonstrieren. Das haben die Daten der der Staatsanwaltschaft ergeben“, erklärte Ledesma.

Am Dienstag wurden 20 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Campesinos und der Polizei in Guahory verletzt. Angeblich wollten die rechtmäßigen Eigentümer der Kolonie ihre Felder bearbeiten, unter Polizeischutz, dann sei es aber zu Übergriffen der Campesinos gekommen. Das Problem sollte eigentlich schon gelöst sein, nachdem das Institut für ländliche Entwicklung und Land (Indert) eine Ausgleichsfläche schaffte. Aber nicht alle Landbesetzer nahmen das Angebot an.

Quelle: Ultima Hora

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

1 Kommentar zu ““Ein Märtyrer versucht die Regierung zu destabilisieren“