Keine Wahlbegeisterung im Ausland feststellbar

Asunción / Buenos Aires: Es war noch nie ein großer politischer Enthusiasmus in Paraguay feststellbar wenn es um Wahlen ging, die keinem Geld brachten. Den Tiefpunkt stellte das Referendum über das Auslandswahlrecht dar.

Wochen vor dem besagten Wahlsonntag (9. Oktober) an dem nur 12% der Paraguayer die Urne fanden, wurden die Einwohner Paraguays mit Ratschlägen und Wünschen der Paraguayer im Ausland, für „JA“ zu stimmen, bombardiert.

Jetzt, nach zehn Tagen in denen sich in Buenos Aires etwa 700.000 Paraguayer einschreiben können, um endlich vom Nachbarland mitzuentscheiden wer der nächste Präsident wird, wurden nur 1.300 Personen im Wahlregister registriert. Die Beteiligung scheint noch tiefer zu sein als bei dem ersten durchgeführten Referendum in Paraguay.

Das Referendum, was Paraguay rund 30 Milliarden Guaranies gekostet hat, gibt nur 28 Personen Anlass zur Freude. Diese 28 gehören den Kommissionen der Wahljustizbehörde an, die sich seit dem 24. Oktober in der Hauptstadt Argentiniens, Spaniens oder in New York aufhalten.

Bis zum gestrigen Tag, d.h. die ersten 11 Tage, kostete die aufopferungsvolle Arbeit der Kommissionsmitglieder in Argentinien dem paraguayischen Staat rund 84 Millionen Guaranies. Bis zum 21. Dezember bekommt jeder einzelne von ihnen 130 US-Dollar pro Tag für Verpflegung und Übernachtung ausgezahlt. In Nordamerika und Europa sind es 200 US-Dollar pro Person und Tag.

(Wochenblatt / Abc)

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