Ohne “politischen Paten“ geht nichts in Paraguay

Asunción: Cirilo Burgos, ein junger Musiker, erreichte die höchste Punktzahl bei einem öffentlichen Wettbewerb der Streitkräfte. Die Einstellung wurde abgelehnt. Es fehlte wohl der richtige “Pate“ in Form einer politischen Beziehung.

Burgos nahm an einer Ausscheidung beim Militär teil um Direktor des Luftwaffenorchesters zu werden. Er gewann den Wettbewerb mit der höchsten Punktzahl. Nach einem Monat wurde ihm gesagt, er werde nicht eingestellt.

Der Grund, warum Burgos nicht zum Zuge kam war, weil er keinen Abschluss als Musiker von der Nationalen Universität von Asunción (UNA) vorweisen konnte. Jedoch soll dies angeblich nicht mehr vonnöten sein um in dem Orchester spielen zu können.

Burgos versicherte, er habe mehr eine als 10-jährige Ausbildung am Nationalen Konservatorium absolviert. Zudem kündigte er sein Arbeitsverhältnis damit er bei der Luftwaffe eingestellt werden kann.

„Ich hatte eine Menge Ausgaben, verpasste viele Tage in der Arbeit und verlor ein Semester an der Fakultät. Trotzdem bestand ich alle Prüfungen. Ich bin nur abgelehnt worden, weil ich keinen Hochschulabschluss in Musik habe“, sagte Burgos.

Er fügte an, dass er keinen “politischen Paten“ habe der ihn begünstige. Des Weiteren habe er eine musikalische Technik verwendet, die nun andere Militärmusiker kopieren. „Der Wettbewerb war ein öffentliches Beschaffungswesen um Talente zu kopieren“, klagte er.

Der in Santa Rosa del Mbutuy, Caaguazú, geborene Musiker sagte, er wolle weiterhin seine Vorwürfe gegen das erheben, was er als Unrecht verstehe.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Ohne “politischen Paten“ geht nichts in Paraguay

  1. Wenn die ganze Armee schon nichts taugt, wieso soll dann das Orchester was taugen?
    Ich habe mal diese Leute spielen gehört anlässlich eines Empfangs fremder Diplomaten. War echt unterhaltsam. Aber ich habe doch sehr Oropax vermisst.