Wie ausländische Investoren erpresst werden

Asunción: Óscar González Daher ist fast täglich in den Schlagzeilen. Der Politiker, der weiter seine Macht in den Händen halten will, etablierte ein Schutzsystem für Richter, die mit Klagen ausländische Investoren und Produzenten erpressen.

In der Jury vom Magistrat sitzen Richter mit ernsthaften Anzeigen gegen sie, die ihre Ämter wohl in Frage stellen, aber Maßnahmen erfolgen kaum welche gegen das illegale Treiben.

González Daher nutzt den Einfluss des Magistrats, um die Richter zu schützen, die für seine Erpressungen verantwortlich sein könnten. Der Mechanismus ist im Extremfall einfach: Zulassung von Rechtsstreitigkeiten, die den oder die Betroffenen in einen wirtschaftlichen Ruin treiben um dann einen Ausweg auszuhandeln.

Zwei Richterinnen zeichnen sich für solch ein Schema aus: Julia Alonso, Leiterin des Zivil- und Handelsgerichtes der 5. Abteilung von Asunción und Victoriana Cáceres am Zivil- und Handelsgericht der 3. Abteilung von Ciudad del Este.

Alle Fälle, die mit Geschäften oder Interessen von Daher in Zusammenhang stehen, werden oder wurden irgendwann von den Richterinnen behandelt.

Daher ist zwar aus der Jury vom Magistrat ausgeschieden, jedoch dürfte er wohl hinter den Kulissen weiter die Fäden ziehen.

Alonso griff bei einem Gebührenregulierungsverfahren ein, in dem die niederländische Firma Los Molinos SA zu einer Zahlung von acht Millionen US Dollar für die Vermessung eines 60.000 Hektar großen Grundstücks verurteilt wurde. Nicht zufrieden damit, ordnete Alonso die Beschlagnahme der Immobilie an. Der Fall ist hier nachzulesen.

Cáceres initiierte 2016 eine Klage gegen den Produzenten Marino Raiter (re. im Beitragsbild). Die Ehefrau von Daher war an der Fälschung von Unterschriften Raiters beteiligt. Im Zuge dessen kam es zu einem Embargo von dem Vermögen des Produzenten. Die Fälschung von Unterschriften wurde verifiziert, aber die Untersuchungen kamen nie voran.

Wochenblatt / ABC Color

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13 Kommentare zu “Wie ausländische Investoren erpresst werden

  1. Hoffentlich erfahren das alle interessierten Investoren bevor sie sich in´s Unglück stürzen. Nur wenn die erhofften Investitionen ausbleiben, führt das evtl. zu einem umdenken und mehr Rechtssicherheit im Lande. Amigowirtschaft, Korruption und Rechtsbeugung sind die größten Feinde des Fortschrittes und Wohlstand für alle.Das Geld der „dummen Gringos“ will man und wenn man es hat, möchte man sie am liebsten wieder los werden. Das zieht sich doch auch hier bei so manchen Paraguay verstehenden Kommentatoren wie ein roter Faden durch deren Beiträge.

    1. Simplicus, ihre Kommentare wurden inhaltlich deutlich besser und viele nehmen Sie inzwischen wieder ernst,- anderst als unter ihrem vorher benutzten Namen Mani. Fallen Sie deswegen nicht wieder in alte Gewohnheiten zurück und lassen bitte ihr Lieblingswort „Paraguayversteher“ aus ihren teilweise guten Kommentaren weg.

  2. Man darf das Ganze nicht so eng sehen. Sie müssen nur die nötigen Kontakte haben um nicht unter die Räder zu kommen. Wenn nicht, kann es bei einem Rechtsstreit sehr unangenehm werden, um es einmal sanft auszudrücken. Obiges Beispiel ist auch kein Einzelfall. Aber über so etwas redet man normalerweise nicht in der Öffentlichkeit. Das Paradies könnte sonst Risse bekommen und das wollen wir auf keinen Fall.

  3. Keiner kann das Krebsgeschwuer Gonzalez D. und seine Bande stoppen. Die Kroenung, ihn ab April im Senat wiedersehen zu muessen, verursacht blankes Entsetzen und Kopfschuetteln bei jedem, der die Politik etwas verfolgt. Der Abdo Benitez ist sich dessen bewusst, wird aber bei seinen Wahlkampfauftritten kein Wort drueber verlieren und das Thema totschweigen und hoffen, dass der Plebs darueber hinwegsieht.

  4. man kann nur hoffen, dass solche schlagzeilen auch im ausland bei möglichen investoren die runde machen.
    es ist einfach nur der absolute wahnsinn was hier in paraguay abläuft.

  5. Man kann nur hoffen das dass Ausland wachgerüttelt wird und Investoren das weite Suchen bei der Rechtssicherheit.
    Alles hat seine Zeit,auch die Abrechnung mit der Daher-Mafia. Daher mischt nicht nur in der Liga mit, den haben andere auch schon lange auf den Schirm.Es kommt der Tag wo sie sich verschlucken,an ihrer Gier ersticken.Das eine oder andere krumme Geschäft kommt politisch gewollt ans Licht und Weckt die Begierlichkeiten anderer Staaten für die Personen. Investitionsschutzabkommen können auch International durchgesetzt werden,ohne korrupte Richter/Staatsanwälte aus Paraguay.

  6. Rene Aussteiger

    Ob ein „neuer“ Stroessner nicht eine Lösung wäre, der diese korrupten dann in den Knast setzt – oder vielleicht auch einen Freiflug….

    1. Jeder Diktator wird dann selber korrupt, will heissen, man treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus.

    2. Der ist wirklich nicht die Lösung,bei Strossner waren es wenige,jetzt hat man das korrupte Fussvolk auf den Pelz.
      Korruption ist Korruption!

  7. es gibt in diesem Land zwei Gesellschaften: die Oberen und die Unteren…..wobei keine von der anderen was weiß