Illegale Rio Tebicuary Umleitung lässt Flussbett austrocknen

Villa Florida: In der näheren Umgebung des Angel- und Urlaubsortes in der Provinz Misiones wurden Teile des Tebicuary Flusses trockengelegt um Reisanpflanzungen in der Nähe zu bewässern nach Monate anhaltender Trockenheit. Ein Ex Minister steht im Verdacht die schwimmenden Pumpen bestellt zu haben.

Eine Gruppe, zusammengesetzt aus einem Staatsanwalt für Umweltfragen, dem Umweltsekretariat sowie dem Senator Luis Alberto Wagner (PLRA) überflog die Zone und bestätigte die Umleitung zu Gunsten von etwa 500 ha Reisanbaufläche in der näheren Umgebung.

Die Zone, bekannt als Puerto Garatá, ist fast kein Wasser mehr im Flussbett. Einige Teile sind völlig trocken, was schwer fällt sich vorzustellen für jemand der den Fluss kennt.

Der Senator beantragte beim Staatsanwalt Casaccia den umgehenden Stopp der Pumparbeiten und ein Exempel zu statuieren. Der Río Tebicuary ist ein großer Zufluss des Río Paraguay.

Der Gesetzgeber war darüber erschüttert wie Leute ohne Lizenz solche in Verbrechen an der Umwelt vornehmen und das Ökosystem damit auf eine harte Probe stellen.

Als erste Folge der Wasserumleitung kann ein Fischschwund registriert werden. Das Fischen zum eigenen Verzehr oder zum Verkauf ist eine der fundamentalsten Sachen an diesem Fluss.

An verschiedenen Stellen des Flusses kommen Pumpen verschiedener Ausmaße zum Einsatz. Somit entstanden viele künstliche Kanäle nahe dem Fluss die zu Reispflanzungen führen.

„Der Wasserschwund ist so extrem, dass man an einigen Stellen des Flusses zu Fuß das andere Ufer erreicht. Sandbänke wo hin man schaut“, sagte Wagner

Große Maschinen waren notwendig um die illegalen Umleitungen und Kanäle auszuheben.

„Staatsanwalt Casaccia hat die Pflicht denen die das Umweltverbrechen verübt haben aufzuerlegen diese Umleitungen wieder zu schließen“, fügte Wagner abschließend hinzu.

Im Januar 2009 wurde ebenfalls an vier Stellen Wasser abgepumpt, um Reisfelder mit Wasser zu versorgen. Damals beschuldigten die Fischer der Zone den Reisproduzent Félix Tatito Román.

(Wochenblatt / Abc / Fotos: UH, Jan Päßler, Abc)

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5 Kommentare zu “Illegale Rio Tebicuary Umleitung lässt Flussbett austrocknen

  1. Mich wundert nur immer, dass man solange zuschaut und nichts macht. Der Fluss wurde nicht von heute auf morgen umgeleitet. Das Thema ist schon länger bekannt. Aber und nun kommt das gewisse „Aber“ in Paraguay, hat man einflussreiche Beziehungen, dann kann man selbst ganze Flüsse umleiten. Bevor die Reisfelder vertrocknen wird der Fluss austrocknen!

  2. Par Millionen Guaranies werden die Haende wechseln und niemand spricht mehr davon. Kein Wagner und keiner wo vom Staat bezahlt wird wird die Sache weiterziehen wenn nicht Private Klaeger sich wehren und das ist leider das sehr grosse Devizit wo wir haben in Paraguay,dass die Privaten meistens wegsehen und sich lieber nicht einmischen wollen.
    Die groesste Hilfe wo wir haben ist noch die Presse, dank der Presse ist schon manchem Uebel abgeholfen worden.

  3. Solche Überwachungs- und Straffverfolgungsaufgaben obliegen einzig der Exekutiven und der Justiz. Gesetze gibt es ja. Kein Privater kann diese Aufgabe übernehmen. Das System Paraguay ist marode. In dieser Korruption und behördlicher Untätigkeit (Verfolgung von Staateswegen (von Verbrechen)) sehe ich keine Zukunft für dieses Land.