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Asunción: Einerseits wird von Seiten der Cartes-Anhänger der “Messer Kommission“ jegliche Legitimität abgesprochen und andererseits bestückten sie diese gestern mit einem ihrer loyalsten Männer.

Auf drei Titelseiten paraguayischer Tageszeitungen findet man heute die Überschrift „Seprelad (Sekretariat zur Prävention der Geldwäsche) änderte Messer-Bericht und löschte Cartes daraus“. Auf der vierten, der “La Nación“ steht „Niemals wurde der Seprelad Bericht editiert“. Zeitungen können sich irren.

Interessant jedoch ist, dass Óscar Boidanich in der Cartes-Zeitung La Nación nur als Ex Seprelad Direktor benannt wurde, ohne anzumerken, dass dieser heute, also schon seit Monaten, Vorstandsmitglied der Basa Bank ist, welche ihre Ursprünge im Ankauf von Darío Messers Wechselstube 1992 hatte. Allein aus Befangenheit kann man Boidanich nicht jedes Wort glauben.

Ob Ex-Präsident Cartes sich heute die Blöße gibt und vor Rodolfo Friedmann 20 Fragen beantwortet ist weiterhin unklar. Sicher ist aber zumindest eines – mit der Besetzung des Abgeordneten Basilio Núñez gibt das Team Cartes der Kommission eine besondere Aufmerksamkeit.

Die Messer Kommission untersucht die Zusammenhänge des freien Schaffens von Darío Messer, der in Brasilien als Geldwäscher der Geldwäscher bekannt ist und mehrere hundert Millionen US-Dollar für die brasilianische Regierung wusch. Ex-Präsident Cartes bezeichnete ihn als Seelenbruder und besten Freund.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora / 5días / La Nación

CC
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