Chaco: Das Warten auf den Helikopter

Puerto Pinasco: Ein 6-jähriger Junge hat eine Lungenentzündung und kann auf dem Landweg kein Krankenhaus erreichen. Es wurde um Luftunterstützung gebeten. Diese wurde zugesagt, blieb bis jetzt jedoch aus.

Ein SOS Ruf kam aus der Ortschaft Ceibo im Distrikt Puerto Pinasco im Departement Presidente Hayes. Wie Radio Pa’i Puku mitteilte, ist ein 6-jähriger Junge an Lungenentzündung erkrankt und kann zu keinem Krankenhaus gebracht werden, da alle Wege unter Wasser stehen.

Von Seiten des Radiosenders kontaktierte man alle Personen, die helfen konnten und bekamen die Zusicherung eines Helikopters. Da es jedoch am gestrigen Nachmittag zu spät wurde, soll heute Morgen der Rettungsflug stattfinden. Die Entfernung nach Asunción beträgt 400 km. Ein einziger Krankenpfleger versucht bis dahin auf telefonische Anweisung den Jungen zu helfen.

Erst vor wenigen Tagen starb ein 4-jähriger Junge mit der gleichen Krankheit, weil Großgrundbesitzer einen Traktor nicht über Wege fahren lassen wollte, die sie vermeintlich verwalteten. Mit dem neuen Fall ist klar, dass für solche Situationen eine Art permanenter Dienst zur Verfügung stehen müsste, um die Entfernungen überwinden zu können und Hilfe zu bekommen. Dies ist weitaus billiger als Krankenhäuser in Regionen zu betreiben, wo kaum Patienten leben.

Wochenblatt / Pa’i Puku

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1 Kommentar zu “Chaco: Das Warten auf den Helikopter

  1. also eigentlich sollten dort wenigstens im Umkreis von sage ich mal 50km irgendwelche Medikamente herumliegen (z.B. antibiotika) die man dort vielleicht per boot zubringen kann. so schwierig kann das doch eigentlich nicht sein. klar ist ein heli die bessere option, gerade wenn es vielleicht schon recht ernst ist, aber normal sollten dort ärzte sein die ggf. mal eine infusion legen können in der zwischenzeit. aber es zeigt sich widermal das die oftmals auch keine ahnung haben. aber dafür gibt es ja eh wie beschrieben die telefonische anweisung. hoffentlich schafft der kleine es durchzuhalten.