Ärzte müssen “Kriegsprotokoll“ erstellen, wer überleben wird oder nicht

Asunción: Das Gesundheitsministerium fordert von den Ärzten, dass sie mit der Identifizierung und Qualifizierung gefährdeter Patienten beginnen. Die Ärzte wiederum bezeichnen dies als “Kriegsprotokoll“, wer bei einer Covid-19-Erkrankung überleben wird oder nicht.

Die Tabelle der medizinischen Kriterien wird als das neue Protokoll bezeichnet, das vom Gesundheitsministerium mit den Verbänden der Ärzte und des Krankenhauspersonals abgesprochen wurde. Es zielt darauf ab, insgesamt 28 medizinische Kriterien zu bewerten, denen ein Schlüssel oder “Gewichtung“ zugeordnet wird, die der Arzt entsprechend den in der Konsultation festgestellten Befunden addieren muss.

Wenn die Summe der Kriterien 5 Punkte oder mehr erreicht, legt das Protokoll fest, dass sie als Risikopatienten zu interpretieren sind und man fügt hinzu: „Die Tabelle sollte nicht als einziges Element für die Entscheidungsfindung in jedem Szenario verwendet werden, sondern ist ein Instrument, das zur Bewertung dient“, heißt es in der Tabelle.

Dieses Dokument löste eine Intrige unter den Ärzten aus. Mehrere interpretieren es so, dass es bereits die Weichen für einen möglichen Zusammenbruch des Gesundheitssystems stellt, wo sie nach diesen Kriterien wählen müssen, wer eine bessere Überlebenschance hat und wer nicht. „Es ist wie ein Kriegsprotokoll. In Ländern wie Frankreich oder Italien, in denen aufgrund der Pandemie Krankenhäuser zusammenbrachen, mussten sie sich auch entscheiden, wem sie ein Bett oder ein Beatmungsgerät geben wollten und wer die Mühe nicht mehr wert war“, sagte ein Arzt, der um Anonymität bat.

In der Tabelle gelten als gefährdet Personen über 65 Jahre, Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, Patienten mit HIV/AIDS, unbehandelter Tuberkulose, Bluthochdruck mit Komplikationen, Adipositas mit einem BMI über 35, Diabetiker mit einem schlechten Stoffwechsel, Nierenpatienten, die sich in Dialyse oder Transplantation befinden, Patienten mit zystischer Fibrose oder rheumatologischen Erkrankungen u.a.

Wochenblatt / ABC Color / Beitragsbild Archiv

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2 Kommentare zu “Ärzte müssen “Kriegsprotokoll“ erstellen, wer überleben wird oder nicht

  1. Soll diese übertriebene Panikverbreitung die Bevölkerung auf den zweiten und finalen Lockdown vorbereiten?
    Reicht es noch nicht, daß bereits über die Hälfte der Klein- und Mittelunternehmer pleite sind?
    Müssen wirklich ALLE Menschen in Elend und Verzweiflung gestürzt werden?
    Es scheint so!
    Die haben bemerkt, daß sie mit der Verbreitung von Panik die Menschen in Todesangst versetzen können und die sich alles gefallen lassen, in der Hoffnung, damit ihr Leben zu retten.
    Und das kriminelle Pack, das dafür verantwortlich ist und die dicken Bestechungsgelder kassiert, um es umzusetzen, schert sich nicht um die Nöte der Menschen.
    IHNEN geht es ja gut.

  2. Panikmache und Angst verbreiten sind wohl auch hier Programm. Man liest nichts über die aktiven Fälle sondern nur über die Zahl der Infizierten in fast einem halben Jahr. Aktive Fälle (Infizierte – Genesene), diese Zahl muss man sich schon selbst suchen. Das sind heute 1.366. Klingt natürlich nicht so „gefährlich“ wie 2.546! Dazu kommen 20 Tote, wo keiner weiß, ob die an oder mit COVID19 gestorben sind und etwa 20, die auf der Intensivstation liegen.
    Um die 700 Intensivbetten, welche im Land existieren sollen, voll zu belegen, müsste es bei gleicher Entwicklung von Ansteckung und Genesung mindestens 50.000 aktive Fälle geben. Selbst in D gibt es bei rund 198.000 Infizieten über die gesamte Zeit zum heutigen Tag nur 15.500 aktive Fälle.
    Den Verantwortliche ist die Gabe des einfachen Rechnens, ich rede hier nicht von Mathematik, nicht gegeben, oder sie Handeln grob fahrlässig oder auch vorsätzlich.

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