Als wäre es ein anderes Land

Asunción: In Paraguay gibt es große Ungleichgewichte – um es irgendwie zu nennen – in fast allen Bereichen. Die Expo 2019 zeigte nur das Beste aus dem Land auf, als wäre es ein anderes, das ist aber leider nicht der Fall, wenn man mal genauer hinter die Kulissen blickt.

In der Bildung ist das Problem aufgrund des Mangels an Lehrern, die chronisch werden, anscheinend so schwer zu lösen wie die Gesundheitsfragen, wo die Bedürfnisse plötzlich unvorstellbar sind, wenn ein Paraguayer nur eine Spritze, Verbände oder ein Pflaster in Hospitäler braucht.

Auch die Wirtschaft befindet sich in einem Umbruch. Das wichtigste landwirtschaftliche Gut, Soja, durchläuft keine gute Zeit. Das Wetter ist instabil, obwohl es in den letzten Wochen etwas frühlingshafter wurde. In der Politik, den “Ausbrüchen“ des Kongresses, waren die Gesetzgeber nicht weniger beteiligt als am Drogenhandel und möglicherweise am Grenzübertritt von Luxusfahrzeugen, die in Brasilien gestohlen wurden. Was für ein Bild von dem Land!

Von Sprüchen, wie “Desastre ko Marito“, der dem entgegenwirken will, ist alles ein Chaos, bei dem man am Ende nicht genau weiß, wo er steht und vor allem was für eine Richtung eingeschlagen wird.

Also alles in Ordnung, denn Im Rahmen der Expo 2019 wurden in diesem Jahr die “Kontraste“ auf einem “Fest der Arbeit“ mit vollem Erfolg wiederholt, ein frischer Wind inmitten der täglichen Stürme, die die Paraguayer erlebten.

Die Expo strahlte wie jedes Jahr, als ob sie nicht Teil dieses Landes wäre. Mit einer fantastischen Ausstellung von Tieren, mit Unternehmen, die ihre Initiativen zur sozialen Verantwortung vorführten, waren sogar die Verkäufer von Asaditos und Empanadas alle samt zufrieden.

In der Geschäftsrunde wurden Vereinbarungen auf hoher Ebene für Millionen von US-Dollar unterzeichnet, die zweifellos in der Lage sein werden, die schwache Wirtschaft zu mobilisieren. In diesen Krisenzeiten gab es auf der Expo viel Arbeit, eine so schwer fassbare und dringende Aufgabe. Vom Model bis zum Künstler hatte jeder seine Zeit und die Möglichkeit, ein paar Guaranies zu verdienen, um weiterhin ehrlich zu bleiben.

Etwas Großartiges, das auch auffällt. Die Besuche der Schüler, Studenten und die Party der Familien. Händchenhaltend betrachten Mütter und ihre Kinder alles mit strahlenden Augen.

Die Messe ist vorbei. Es ist sehr klar, dass sie ein Spiegel war, in dem die Politiker, ganz besonders der Präsident, versuchen sollten, die Dinge in dieser viel bestraften Nation ein für alle Mal zu verbessern.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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2 Kommentare zu “Als wäre es ein anderes Land

  1. Paraguay ist schon ein bizarres Land. Auf der einen (ganz kleinen) Seite Expo, Shoppings, luxuriöse Hochhäuser auf der Aviadores del Chaco, teure Clubs, Reichenviertel wie Carmelitas oder das Rakiura Resort und auf der anderen Seite katastrophale Strassen, miese Gesundheits-, Strom- und Wasserversorgung, Motochorros, Elendsviertel und stark heruntergekommene Bretterbuden.

    Auswüchse von Korruption, Vetternwirtschaft und gravierender Bildung und schlechter Erziehung.

    1. Stimmt, ist so. Punkt! Wenn ich das nicht Ertragen kann, ab in die Schweiz. Ich zahle hier max. 10% Steuern. Und ich bin Ehrlich, ich bin NICHT dazu Berufen, die Welt zu verbessern. Die welche gekommen sind (mit viel oder wenig Kohle) um die Armut zu Bekämpfen, Gut. Ich bin Verantwortlich für Familie und paar Leuten. Wer bitte möchte nicht zu den 20% gehören? Heuchler und Hobby- Aufreger gibt es an Hauf. Vor Jahre schrieb hier mal einer „ich arbeite für die 10%, die sich das leisten können“

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