Alto Paraná und weitere Departements ohne Strom

Der staatliche Stromversorger ANDE gab in einer Erklärung bekannt, dass als Folge der schweren Stürme am Donnerstag mehrere Umspannwerke, Transformatoren und Leitungen beschädigt wurden, die Stromversorgung sei zusammengebrochen und Techniker arbeiten fieberhaft an der Wiederherstellung.

Der Sturm fegte über verschiedene Departements, entwurzelte Bäume und hinterließ eine Schneise der Verwüstung, insgesamt 21 Netzverteiler der 23.000 Volt Leitungen waren außer Betrieb. Die Auswirkungen betrafen aber nicht nur Alto Paraná, sondern auch weitere Bereiche in Paraguay, da diese auch von dort aus versorgt werden.

Beamte der ANDE berichteten, die meisten Schutzeinrichtungen hätten ausgelöst, an anderen Stellen müssen aber auch Geräte ausgewechselt werden und dies könne dauern, Freitagmorgen waren immer noch große Teile von Alto Paraná ohne Energieversorgung.

Auch in Guairá fiel der Strom aus, am Donnerstag, gegen 16:00 Uhr, waren tausende Kunden in Independencia, Melgarejo, Capii, Paso Yobai und San Gervasio betroffen, erst am frühen Abend konnte auf den Service wieder zugegriffen werden, Teile von Lambaré in der Hauptstadt Asunción mussten fünf Stunden ohne elektrischer Energie auskommen. Insgesamt seien, laut der Aussage von Victor Romero, Leiter der ANDE, über 80.000 Personen betroffen gewesen und dies könne auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Verbesserung bei der Stromversorgung würden nur eintreten bei einer unterirdischen Verlegung, dies hätte aber Kosten in einer Höhe zur Folge, die den Etat der ANDE sprengen würden.

Auch am Freitag lief in Alto Paraná die Versorgung der ANDE noch nicht rund, laut einem Sprecher der Behörde seien alle Kräfte im Einsatz um den Dienst wieder herzustellen. Er fügte an, aufgrund der besseren Wetterbedingungen würden die Arbeiten schnell voran gehen. Vergangenes Wochenende waren Gebiete im Chaco von Sonntagnachmittag bis Dienstag ohne Stromversorgung, auch Internet- und Telefonverbindungen waren betroffen, und das bei Temperaturen von 40 ° C. Ursache war ebenfalls ein Sturm, der Hochspannungsmasten beschädigte die in schwer zugänglichen Gebieten lagen.

Quelle: ABC Color