An zwei Fronten aktiv

Asunción: Der Minister für öffentliche Bauten sieht zwei Wege um seinen Willen bezüglich der Roadtrains zu erzwingen. Leidtragende dabei sind immer die anderen Fernfahrer.

Laut aktuellem Stand sind nur 215 km zwischen Pedro Juan Caballero und Concepción für Roadtrains erlaubt, auf denen Soja zum Flusshafen transportiert werden kann. Die Befürchtung eines ganzen Berufsstandes, dass diese Art des Transportes sich auf das ganze Land ausweitet, ist gerechtfertigt. In Brasilien hinterließ dies nicht nur kaputte Straßen und Brücken, sondern auch viele arbeitslose Fernfahrer.

Nach Tagen des intensiven Protestes ruft heute das Ministerium für öffentliche Bauten um 16:00 Uhr zu einem Dialog mit den Fernfahrern. Der Vizeminister für Transport, Agustín Encina wird dabei das Ministerium repräsentieren. Repräsentanten aus dem Kongress werden auch erwartet.

Parallel dazu versucht das MOPC jedoch auch verfassungsrechtlich gegen die Klagen vorzugehen. Eine Klage diesbezüglich wurde gestern zusammen mit den Nationalen Transportbehörde (Dinatran) eingereicht.

Trotz der Ankündigung von hohen Bußgeldern für Roadtrains, die außerhalb der Strecke Pedro Juan Caballero – Concepción anzutreffen sind, befürchten die Trucker, dass Stück für Stück sie sich alles aneignen. Die Aussage von Präsidentschaftskandidat Mario Abdo Benítez, “dass Roadtrains für die Zukunft unerlässlich seien“, ist dabei ein starker Indikator.

Bitrenes, wie die Roadtrains in Paraguay genannt werden, nehmen leicht die doppelte Fracht eines normalen Lastkraftwagens auf bei einer Kraftstoffersparnis von 25 bis 30%.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “An zwei Fronten aktiv

  1. Reziprok geschichtete Walnuss

    Antworten

    Die Lösung wäre sicher nach Schweizer Vorbild zu suchen: Man plant einen unterirdischen Güterverkehr, erst einmal Zürich – Aargau.
    Zugegeben, die Distanzen sind hier etwas weiter. Ok, ich hab eine bessere Idee: mit einer Eisenbahn könnten noch mehr Güter in einem Zug transportiert werden, mehr Gewinn, schafft sogar Arbeitsplätze und Wasser und Holz gäbe es genug. Also in England hat das so ab 1775 super geklappt.
    Doch wäre das Üben mit einer Eisenbahn Spur N0 für den Mister für öffentliche Bauten und Mitarbeiter noch zeitgemäß? Da gäbe es noch ein Computerspiel – Transport Tycoon – welches man dem Mister für öffentliche Bauten in die Hände drücken könnte. Es ist aus dem Jahre 1994, sollte also auf seinem von Deutschland gespendeten 386-kompatiblen aufführbar sein (da die Einnahmen des Staates nur für Löhne ausreichen).
    Transport Tycoon ist DIE Weiterbildungsmaßnahme für den Mister für öffentliche Bauten und seine Mitarbeiter. Dort kann er mit Kutschen anfangen. Sollte er es tatsächlich schaffen nicht gleich wieder von vorne anfangen zu müssen könnte er sogar auf Eisenbahn umsteigen. Aber viel weiter wird es er wohl nicht schaffen, ob wohl er wie ich an einer Universität studiert hat. Also ich habe die öffentliche Vorlesung „Informatik – Serienbriefe mit Wordstar 2000“ besucht, hat mir jedoch nicht zum Mister für öffentliche Bauten gereicht, leider, soll ja nicht nur offiziell gut bezahlt sein.

  2. Roadtrains; Doppelte Ladung dazu noch Kraftstoffersparnis von 25 bis 30%, diese Zahlen sagen doch genügend aus. Rationeller und Umweltfreundlicher.
    Wenn H.C. schon den ganzen Wald abholzen lässt, muss man wenigstens schauen, dass nicht so viel Abgase ausgestossen wird.
    Wir brauchen noch ein wenig Luft, denn wir alle wollen weiter Leben.

  3. „Da gäbe es noch ein Computerspiel – Transport Tycoon – welches man dem Mister für öffentliche Bauten in die Hände drücken könnte.“

    Richtig, nur heisst das Spiel Railroad Tycoon. 😉

    Ps. Guter Vorschlag.

  4. Frueher waren es die 5t Camiones das hat damals gereicht irgendwann kamen die 10t Toyota , Dodge und wie die alle hiessen, dann die Trucki mit 18t waren da die Besitzer stolz. Irgend wann kurz danach sah man die ersten Cabalitos wo bis zu 33t laden, keiner hat gemuckst. Jetzt wo die Roadtrains kommen soll das eine Katestrofe sein. Das geht bis der erste Senador seine Roadtrain Flotte hat und schon muessen dann alle Strassen in Py. frei gegeben werden fuer Roadtrains. Glaube auch nicht dass der Achsendruck groesser ist als bis jetzt erlaubt.Die stark ueberladenen 10t Lastwagen mit nur einer Hinterachse machen bestimmt die Strassen mehr kaput.

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