Anekdoten aus der vergangenen LAP Zeit

Asunción: Jetzt wo der Einweihungsflug der ersten paraguayischen Luftfahrtunternehmens LAP 50 Jahre her ist bekamen ehemalige Piloten und Besatzungsmitglieder die Möglichkeit aus dem Nähkästchen zu plaudern. Während eine Geschichte belustigend wirkt ist eine andere wiederum beschämend.

Einmal wurde ein Flugzeug nach Los Angeles gebracht, um da repariert zu werden. Als die Piloten das Flugzeug zurück flogen wurde ein Tankstopp auf der Luftwaffen-Basis Howard in Panama gemacht. Auf dem Flugplatz wurden sie mit einem Kraftstoff versorgt, den sie bis dahin noch nicht kannten. Der 115-145 sollte um einiges besser sein als der bekannte 100-130 der von der LAP benutzt wurde. Am Folgetag als sie weiter flogen und eben von der Landebahn abhoben explodierte der rechte Motor. Danach wendeten sie um erneut zu landen. Als die die Piste berührten explodierte der linke Motor. Des Rätsels Lösung war ein falsch betankter Lastkraftwagen der uns wiederum ohne Wissen einen Kraftstoff tankte, der nicht für die Motoren geeignet war. Aus diesem Grund wurden ihnen zwei neue Motoren installiert, die mehr Potenz hatten als die alten und kaputten. Diese Motoren retteten die LAP über viele Jahre, da sie 1.000 Stunden mehr Flugzeit hatten als die Vorgängermodelle, erklärte ein Pilot von damals.

Eine weitere Anekdote war ein Flug nach Madrid, die ständig in dem Zusammenhang erzählt wird. Ein Navigationsfehler brachte in LAP Flugzeug dazu auf dem Flughafen Conakry in Guinea, Afrika, zu landen anstatt in Dakar, Senegal. Obwohl die Landung kein Problem darstellte war es beim Auftanken anders. Hier wurde nämlich nicht die Kreditkarte der LAP, die von Clearing House in der Schweiz stammte, anerkannt. Im Flugzeug befand sich jedoch ein spanischer Geschäftsmann, der sich mit seinem Verhalten viele Freunde machte. Er zahlte mit seinem Bargeld den Kraftstoff und in Madrid wurde es ihm wieder erstattet. Er flog oft mit der LAP und saß immer mit bei den Piloten und trank Mate mit ihnen, erinnerte sich der Ex Ingenieur der Luftfahrtgesellschaft.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Anekdoten aus der vergangenen LAP Zeit

  1. Meine eigene LAP-Anektode mit unfreiwilliger Landung auf einem Luftwaffenstützpunkt mitten in der Sahara, hatte ich bereits vor einiger Zeit zum Besten gegeben.

  2. Solche unfreiwilligen Landungen irgendwo im Nichts gab es wohl öfters.
    Ich erinnere mich an einen Rückflug nach Paraguay, da reichte der Sprit auch nicht bis Dakar.
    Da ging der Co-Pilot mit der Mütze durch die Sitzreihen und bat um Tankgeld.

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