Anschuldigungen im Kongress

Am Donnerstagmorgen spielte sich eine Szene in der Abgeordnetenkammer ab. Der Vertreter der Frente Guasu, Ramón Duarte, trat ans Rednerpult und berichtete über eine Geburtstagsfeier letzten Dienstag im Haus des ANR-Mitglieds Javier Ríos. Zu der Geburtstagsfeier von Ríos im Zusammensein mit den Familienangehörigen sei Präsident Cartes etwas später gekommen.

Ohne zu grüßen ordnete dieser das Abschalten der Musik an und wetterte gegen die Abgeordneten innerhalb der ANR, die nicht den Regierungskurs unterstützen, berichtete er. Mehrere Kollegen bemühten sich, die Situation zu beruhigen und wiesen den Präsidenten auf die Anwesenheit eines Mitglieds der Frente Guasu hin. Daraufhin galt scheinbar die ganze Aufmerksamkeit des Präsidenten Duarte, der unter anderem als Destabilisierer und Entführer bezeichnet wurde.

Am Rednerpult der Versammlung sagte Duarte: „Der Präsident Horacio Cartes handelte zu jeder Zeit wie ein wahrer Diktator. Er respektierte nicht die Hausherren, den Kammerpräsidenten, die Kollegen und noch weniger unsere Familien.“ Er sprach von Cartes als einer Bedrohung für das Land. „Wir befinden uns in Händen eines betrunkenen und unkontrollierten Präsidenten“, fügte er hinzu. Schluchzend machte er den Präsidenten für alles verantwortlich, was seiner Familie passieren könne und erlitt einen Zusammenbruch.

Der ANR-Abgeordnete, José María Ibáñez, entgegnete, dass Ereignisse, die sich im privaten Rahmen abspielen, nicht im Rahmen des Kongresses besprochen werden sollten: „Was auf einem Geburtstag gesagt wird, im kameradschaftlichen Rahmen, kann man nicht an diesen Ort tragen.“ Ibáñez bestritt zwar nicht das Geschehen auf der Feier, betonte aber, der Präsident habe Duarte zu keiner Zeit persönlich bedroht.

Der liberale Abgeordnete Víctor Ríos kritisierte seinerseits die fehlende Solidarität mit Duarte.

Quelle: Última Hora

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2 Kommentare zu “Anschuldigungen im Kongress

  1. Sorry für die Einmischung aber so geht keine Demokratie. Diese Charakterzüge erinnern an Frühkapitalismus wie man in Deutschland zu sagen pflegt. Der Kammerpräsident hat ihn zur Ordnung zu rufen, notfalls mit Sicherheitskräften des Hauses zu verweisen. Was bitte ist das für ein Zustand. Mißtrauensantrag der Abgeordneten, abwählen und Mandat entziehen. Widersetzt er sich abführen und inhaftieren. In dem Zusammenhang die Geldflüsse der Schwester prüfen wie ich schon in einem Kommentar darstellte. Es riecht förmlich nach amerikanischer Vorgehensweise. Übernahme der Medien und Kauf von Marionetten zur Destabilisierung durch VSA. Botschaftspersonal überprüfen und Nichtregierungsorganisationen des Landes verweisen. Ich meine dies ernst zur Vorsorge im Interesse von Paraguay. Wenn vertraglich möglich Militärstandort der VSA schliessen, auch wenn Einnahmen verloren gehen. Er besteht aus Interessen der Wasserrecourcen und Rohstoffsicherung auch Bolivien betreffend. Also um Gottes Willen wachsam sein.

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