Appell: Weihnachten ohne Kugeln

Valentina Arce Vera war drei Jahre alt, als sie von einer verirrten Kugel am Weihnachtsabend 2012 getroffen wurde. Die Mutter initiierte eine Kampagne, zusammen mit anderen Organisationen “Weihnachten ohne Kugeln“, damit sich solche unglücklichen Ereignisse nicht wiederholen.

„Diejenigen, die in die Luft schießen können auch ein Verbrechen anrichten, es traf unsere Familie, hätte aber auch andere Menschen treffen können“, klagte Marlene Vera, die Mutter des getöteten Kindes. Der Fall ist immer noch nicht abgeschlossen.

„Unser Slogan soll die Leute aufrütteln, Weihnachten kann durch so ein Verhalten zur Tragödie werden. Wir wollen, dass sich so etwas nicht mehr wiederholt“, sagte die Mutter. Es sind schon zwei Jahre seit dem Tod der kleinen Tochter vergangen, die Öffentlichkeit war geschockt. Doch die Mutter glaubt noch immer, die Menschen haben kein Bewusstsein für die Gefahren durch Schüsse in die Luft. „Es gibt immer noch Leute, die meinen, dass dies ein Spiel ist“, klagte sie.

Dieses Weihnachten wird für die Mutter noch spezieller, der langwierige Weg zur Verurteilung des Täters hat endlich ein Datum: 18. Dezember. Der Richter Tadeo Fernández hat den Termin oft verschoben, “es gebe wichtigere Fälle“.

„Es ist schwer zu verstehen, dass Richter nicht wissen was ein Leben bedeutet“, sagte Vera. Sie bedauerte, dass der Angeklagte Taxifahrer Jorge Prisco, der verantwortlich für den Tod der Tochter ist, weiterhin seinen Beruf ausübt, obwohl er eigentlich unter Hausarrest steht. „Gerechtigkeit ist hier schwach“, betonte sie.

Valentin starb beim Spielen in einem Hinterhof im Stadtteil Santa María der Hauptstadt, am 25. Dezember 2012. Nach kriminaltechnischen Untersuchungen und Zeugenaussagen wurde Prisco festgenommen, der nur wenige Blocks vom Tatort entfernt wohnt.

Quellen: ABC Color, Foto: Ar-ras

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2 Kommentare zu “Appell: Weihnachten ohne Kugeln

  1. Kein Appell wird die geistig verwirrten davon abhalten wieder in die Luft zu ballern. Der einzige Appell, der hier das Risiko vernünftig minimiert, ist der Hinweis sich unter ein Dach zu stellen.

    1. gute Idee. Das kann man ja damit begründen, dass es dann lauter knallt, weil der Schall von den Wänden und dem Dach zurückgeworfen wird. – Nein, keine gute Idee. Dann müsste man ja noch erklären, was „Schall“ ist und wieso der zurückgeworfen werden kann – womöglich, wer so nett ist, den Schall zurückzuwerfen 😉

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