Arbeitslosenzahlen explodieren und Ministerin zeigt “Schlaflosigkeit“

Asunción: Am Ende des ersten Jahres der von Mario Abdo Benítez geleiteten Exekutivverwaltung ist die Arbeitslosigkeit ein weiterer besorgniserregender Schwerpunkt.

Das Gesetz für die neue Teilzeitregelung wird vom Arbeitsministerium als ein Faktor angewendet, der dazu beitragen könne, einen Teil des Problems anzugehen. Aber die Zahlen sagen das Fortbestehen von “einem schlechten Wetter bei der Wirtschaft“ voraus.

Die Ministerin für Arbeit, Beschäftigung und soziale Sicherheit, Carla Bacigalupo, gab zu, dass die Arbeitslosenquote im Land hoch ist.

„Die Arbeitslosigkeit betrifft rund 200.000 Menschen und es gibt eine hohe Rate der Informalität, von dem hauptsächlich jungen Menschen betroffen sind“, sagte sie gegenüber Journalisten im Parlament.

Berichten des Staatssekretariats zufolge stieg die Arbeitslosenquote zwischen dem vierten Quartal des Vorjahres und dem ersten Quartal 2019 von 5,6% auf 6,9%.

Im gewerblichen Bereich, in dem eine erhebliche Anzahl von Menschen tätig ist, brach der Umsatz im gleichen Zeitraum um 16,6 Prozent ein.

Bacigalupo sagte, dass eine Waffe, die gegen das Problem eingesetzt werden soll, das neue Teilbeschäftigungsgesetz ist, das sich an Menschen richtet, die nicht genug Zeit haben, um 8 Stunden zu arbeiten.

Die Bereiche, die hauptsächlich von dieser Gesetzgebung profitieren könnten, sind junge Menschen, in erster Linie Studenten, die arbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren, sowie Frauen mit kleinen Kindern, die flexible Arbeitszeiten benötigen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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4 Kommentare zu “Arbeitslosenzahlen explodieren und Ministerin zeigt “Schlaflosigkeit“

  1. Teilzeitarbeitsloser

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    Da war doch mal ein Artikel hier im Wochenblatt, worin ausgesagt wurde, dass hierzulande rund 2,3 Millionen Menschen Prämien an die Krankenversicherung IPS leisten (wenn ich das noch richtig habe, vielleicht waren’s auch 2,6 Mio).
    Wenn also jeder offiziell arbeitende Mensch IPS abliefern muss, dann komme ich auf rund 2,3 Millionen offiziell arbeitende Menschen hierzulande.
    Das ist nicht viel bei ca. 7 – 8 Mio. Einwohnern, auch wenn der Alterstdurchschnitt tief ist. Wikipedia schreibt: „Das Median-Alter betrug 28,2 Jahre. 24,6 % der Bevölkerung sind unter 15 Jahre und 7,1 % sind über 65 Jahre alt.“
    Ok, ein Viertel geht also noch zur Schule. Was machen ca. 2 bis 3 Millionen Einwohner den lieben ganzen Tag?
    Nun gut, arbeiten tun alle irgendwas. Jedoch werden die Wenigsten Teilzeit arbeiten müssen, weil sie zu wenig Zeit haben.
    Mir kommt es vor, als ob jetzt schon die meisten Teilzeit arbeiten, vor allem die Behörden, die nur offiziell 6 Stunden pro Tag arbeiten, seit 2016 offiziell 8 Stunden pro Tag müssen, und trotzdem offiziell für 8 Stunden Zahltag erhalten.
    Dennoch frage ich mich, wie man unter diesen Umständen auf eine Arbeitslosenquote 6,9% kommt. Welche Größen und Faktoren die da berücksichtigen werden’s schon wissen, für mich sagen die Zahlen wenig aus, glaube kaum, dass hier nur 7 von Hundert arbeitslos sind, die Statistik zeigt wohl einzig, dass wir uns momentan in der Phase des konjunkturellen Abschwungs befinden. Leute, kauft Bier und Streichhölzer, um die Wirtschaft anzukurbeln!

  2. Mein Tip, man führe eine richtige Ausbildung ein! …dann stelle man Ausbilder ein, schonmal Jobs, dann Baue man Ausbildungszentren, schon wieder Jobs? Dann hat man nach 3 Jahren tatsächlich ausgebildete Fachleute, die bekommen auch Jobs,wetten?..und schon brummt die Wirtschaft 🙂

    1. Keine gute Idee. Dann sind die Leute ja ausgebildet und sogar gebildet. Womöglich begreifen sie dann, dass sie hier permanent betrogen werden – von der Regierung, von jedem Supermarkt usw. und tun was dagegen.
      Nee nee, Ausbildung oder Bildung ist keine gute Idee.
      Und denke mal an uns – wenn es einen tatsächlich ausgebildeten Fachmann gibt. Was will der denn für Mondpreise haben, doch mindestens wie in Alemanien, wenn nicht höher.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Ja man kann die Problematik ja sehr schoen an den Mennoniten absehen. Die Preise bei den Mennoniten sind rund 3 mal so hoch wie bei den Lateinern und da MUSS man eben das Fleisch zu den reichen Auslaendern schicken denn niemand sonst kann die verlangten Fleischpreise bezahlen. Die Exporte sind in der Tat ein Muss fuer die Mennoniten.
    Dienstleister haben ja kein Problem die hohen Preise die die eigenen Arbeiter verlangen eben schwups an den Kunden weiterzureichen denn die Dienstleisterpreise sind komplett fluessig und haengen davon ab was der andere Dienstleister auch kassiert so dass man sich dann an den teuersten Dienstleister orientiert.
    Ohne den Europaeern oder Russen das Geld teuer aus der Tasche zu ziehen verkaufte man schlichtweg kein Fleisch denn der interne paraguayische Markt koennte m.E. nie solche Preise aushalten.
    Auch gibt es eine sehr niedrige Toleranz gebildeten Leuten gegenueber im allgemeinen – besonders unter Mennoniten. Gibts da mal einen wirklich Gebildeten unter den Mennoniten so dauert es normalerweise nicht lange so ist er weg vom Fenster – es sei den seine Sippe ist eine Grosssippe die diesen pusht. So dass Bildung oft nicht toleriert wird von der Gesellschaft selber da solche Leute als Fremdkoerper angesehen werden – man beobachte das nur in etwas entlegenere Doerfer der Mennoniten.
    Andererseits wird Bildung meist mit Zockertum gleichgesetzt. „Je gelehrter je verkehrter“, sagten die Mennoniten frueher (wie heute). Beim paraguayer ist man gebildet wenn man andere uebers Ohr hauen kann ohne dass die anderen es merken. Das ist die Definition der Bildung des gewoehnlichen Landvolkes – leider geben die nationalen Politiker dieser Definition auch recht. Gebildet = krummer verschlagener Hund.
    Die DDR Zustaende wo der (meist selbsternannte) Zockerhandwerker mehr verdiente als „Professoerchen“ stellen sich so langsam auch hier ein, bzw waren nie ganz verschwunden.
    Man kann es auch sehr schoen an den Mennonitenkirchen sehen: der Pfaffe gilt heute fast garnichts mehr im Vergleich zu frueher, sondern der Viehzuechter, Maschinenunternehmer, Bauer, Buchfuehrer, usw gilt als „Macher“. Da die intellektuellen Faehigkeiten beim Mennoniten immer weiter absterben, so gilt notgedrungen der Prediger noch als Weisungsgebend fuer Dinge die fuer einen gewoehnlichen Landmann zu hochgeistig sind – daher auch immer die Herdenreaktion, ansonsten gelten die „Geldmacher“ als erfolgreich.

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