Argentinien verschärft die Einwanderungskontrollen

Buenos Aires: Egal, wer die Absicht, sich in Argentinien niederzulassen oder nur temporär dort verweilen möchte, sollte sich auf strengere Einwanderungskontrollen einstellen. Vor allem die Paraguayer geraten in das Visier der Regierung des Nachbarlandes.

Mehr als 24.000 Paraguayer haben sich in diesem Jahr in Argentinien angesiedelt und der Zustrom reißt nicht ab.

Nach Aussagen, die am Sonntag letztes Wochenende veröffentlicht wurden, erklärte der Direktor der Abteilung für Migration von Argentinien, Horacio García, gegenüber der lokale Tageszeitung La Nacion, dass die Absicht der konservativen Regierung unter Mauricio Macri nicht sei, Einwanderer zu vertreiben, sondern ihre rechtliche Situation zu normalisieren. Das treffe auf alle Nationalitäten zu, nicht nur Paraguayer.

„Wir kämpfen gegen die irreguläre Einwanderung, nicht gegen irreguläre Einwanderer. Sie müssen formalisiert werden, damit sie Zugang zu den Dienstleistungen und Rechten des Landes haben“, betonte Garcia.

Die Grundlage des neuen Plans ist eine Mobiltelefonanwendung, die auf Einwanderungs- und verschiedene Polizeibeamte ausgeweitet wird, damit sie den Status eines Ausländers bestimmen können. Mit diesem Tool wird es möglich sein, schnell zu klären, ob die Person die erforderliche rechtliche Dokumentation hat oder wie sie einen Grenzübergang passiert hat. So können die Behörden sofort wissen, ob man beispielsweise ein Daueraufenthalts-, ein vorübergehendes oder ein Touristenvisum besitzt.

Das endgültige Ziel besteht darin, den Einwanderungsstatus mit einer eventuellen dauerhaften Aufenthaltsberechtigung im Land oder einer Abschiebung zu regeln, wenn die entsprechenden Verfahren nicht durchgeführt werden können oder wenn eine Vorstrafe vorhanden ist.

Mit dem Verfahren, so Garcia, könnten Ausländer sich rechtlich Zugang zu dem Sozialsystem und öffentlichen Dienstleistungen verschaffen, aber auch in das Steuersystem intergiert werden.

Wochenblatt / Chaco RCC

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