Argentinien: Was das Wahlergebnis mit sich bringt

Buenos Aires: Der Sieg der Peronisten kam nicht unerwartet. Was das Wahlergebnis in Argentinien mit sich bringt ist eine Wiederholung. Die Macht liege jetzt nicht mehr bei den Reichen, sondern bei denen, die vom Staat abhängig sind.

Mitten in einer der schwersten Wirtschaftskrisen, die Argentinien durchlebt kommt ein angekündigter Machtwechsel. Der amtierende Präsident Argentiniens, Mauricio Macri wurde mit 7,9% von Alberto Fernández überboten, der mit 48% der Wählerstimmen für die Weiterführung des Kirchnerismus steht, der Epoche, die Nestor Kirchner einführte und dessen Erbe seine Frau Christina Fernandez de Kirchner weiterführte.

Der Jurist Alberto Fernández war von 2003 bis 2008 Kabinettsleiter von Néstor Kirchner und Cristina Fernández de Kirchner.

Der gewählte Präsident kündigte eine Politikwende an. „Wir fangen heute an, eine neue Seite aufzuschlagen, die alte zu vergessen und eine neue Geschichte zu schreiben“, sagte Fernández nach der Wahl. Die Macht liege jetzt nicht mehr in der Macht der Reichen, sondern in der Hand der Argentinier, rief Fernández seinen Anhängern zu. Er versprach ihnen “ein neues Land“. Dieses neue Land stärkt die von der staatlichen Unterstützung abhängigen Menschen. Die finanzielle Lage, die sich dank Sparmaßnahmen von Macri langsam erholte, geht nun wieder den Bauch hinunter, da die Anhänger Subventionen für alle Grundnahrungsmittel, Strom, Haushaltsgas etc. erhalten werden. Damit steigt auch wieder der Schmuggel zu den Nachbarländern, nicht zuletzt Paraguay, wo in der Vergangenheit eine ganze Litanei an subventionierten Produkten in Grenznähe für wenig Geld angeboten wurde.

Für Paraguays Wirtschaft hat das Wahlergebnis aber noch weitere Folgen. Die Restriktionen, die die argentinische Wirtschaft wieder befallen werden, sorgen dafür, dass man kaum noch legalen Außenhandel mit Argentinien führen kann. Zudem wird der argentinische Peso weiter an Wert verlieren, womit auch keine Touristen mehr zu erwarten sind.

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8 Kommentare zu “Argentinien: Was das Wahlergebnis mit sich bringt

  1. Wenn er klug ist so fuehrt er die guten Seiten Macris fort, wie Sparmassnahmen zur Sanierung des Haushaltes, und kombiniert irgendwie den Komunismus (den er ja vertritt) mit dem Kapitalismus. Die Reichen abzuwuergen hat auch keinen Sinn, dass diese sich aber vor Steuern druecken genau so wenig. Dem Popolus Geld hinterherzuwerfen garantiert zwar die Wiederwahl nur winkt da eben der Staatsruin denn der Popolus produziert eigentlich nichts.
    Also die Argentinier verkaufen die subventionierten Produkte nur zum eigenen Wohl billig weiter? Das ist nicht Sinn der Sache denn Subventionen sind fuer Arme die sich die Grundbeduerfnisse nicht leisten koennen wo Vater Staat dann unter die Arme greift. Damit zu schachern da kommt man direkt bei der DDR an. Z.B. in der DDR kaufte der Staat die Huehnereier von den Bauern fuer 3mal so teuer auf als die im Supermarkt (Tante Emma Laden) verkauft wurden. Die Eier wurden also billiger verkauft als wofuer man sie aufgekauft hatte. Um also die Bauern zu helfen. Resultat? Die Bauern kauften die Eier fuer billig wieder gleich auf und brachten dieselben Eier am naechsten Tag Vater Staat wieder zum Verkauf. Die Eier gingen teuer in den Laden rein und gleich billig wieder zur Hintertuer raus um am naechsten Tag wieder fuer teuer anzutanzen. Wie sehr man solche Bauern oder dem argentinischen Popolus nachtrauern soll, das ist ne berechtigte Frage. Wenn man dem Staat betruegt so ist die Luft beim Poebel noch lange nicht zuende.

  2. Der Peronismus, wovon ja der Kirchnerismus Teil ist, ist ja als Abklatsch des oekonomischen Systems Benito Mussolinis gedacht. Peron war begeistert vom Italien Mussolinis in etwa 1942. Der Peronismus ist eine Variante des italienischen Faschismus – zumindest war es als Kopie gedacht.
    Die NSDAP war ja eine Kombination aus Komunismus (Sozialistische) und Kapitalismus (National) kombiniert zudem noch als Volksnaehe (Arbeiter) dem Popolus freundliche, Partei Deutschlands.
    Das Deutsche Reich war bei der Uebernahme Oesterreichs technisch Bankrott – nur der Krieg uebertuenchte den Staatsbankrott der Nazis. Aehnlichen Weg haben die Argentinier unter den peronistischen Regierungen staendig durchlaufen. Wie Argentinien ausschaut so wuerde es auch Deutschland wohl in Friedenszeiten unter den Nazis ergangen sein – man trudelt von einer Staatspleite in die andere mit galloppierender Inflation.
    Vor dem Malvinenkrieg schickten ja die Argentinier ein Expeditionskorps los um den Chilenen einen Teil Feuerlands abzujagen. Dann, als ein Schneesturm die Expedition zum Erliegen brachte, legten sie sich mit den Englaendern an wo die Chilenen gerne die Englaender unterstuetzten. Als die militaerische Option ausfiel, kam das wahre Gesicht des peronistischen Faschismus a la Mussolini zu tage.

    1. Global gesehen :: Wahlen in Argentinien – Die Stimmung ist hoffnungslos https://www.youtube.com/watch?v=6b8Ju6COCIg
      Hier in diesem Video von vor den Wahlen wird gesagt dass weite Teile der argentinischen Baubranche „Kontakte zum Sueden Italiens“ hat, will heissen die italienische Mafia ist in der korrupten oeffentlichen Baubranche involviert. Genau das was ich schon laenger befuerchtet hatte.
      Also, dank der Cosa Nostra, ‚Ndrhangheta und Camorra gehts u.a. so mies in Argentinien.
      In Italien investierte die Mafia vor allem in Bauten (oeffentliche Ausschreibungen) und in den letzten 10 Jahren in der Landwirtschaft und Viehzucht. Paraguay bietet sich dementsprechend auch sehr schoen an.
      Wie die Spaghetties nach dem 2. Weltkrieg in Nordamerika zurueckgedraengt wurden und damit ihrer Folgeerscheinung, der Mafia, fand diese wohl nach dem Peronismus einzug in Argentinien denn nach dem 2. Weltkrieg ging es stetig bergab mit Argentinien.

      1. Das waren damals auch geschenkte Menschen, wertvoller als Gold. Bis heute tun sie nur gutes und wichtiges. Die UNO hat da schon vollkommen Recht. Migration ist immer nur gut und jede Kritik dagegen muss verboten und genau deshalb muss dafür mehr Geld her. Nazis aber auch Pfui.

      2. Knapp 40% der 41 Millionen Argentinos haben Italienische Wurzeln. Wer die Atlantikküste befährt, trifft viel Italienisch sprechende und deren Lebensweise. Da muss man nicht nach Italien fahren. Da bleiben die Geschäfte auch in der „Familie“.

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